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Bahnlärm-Gegner demonstrieren seit sieben Jahren am Neuwieder Bahnhof

83. Demo gegen Bahnlärm in Neuwied

83. Demo
gegen Bahnlärm in Neuwied

Die 84. Demo der Bürgerinitiative steht bereits in den Startlöchern und soll am Dienstag, 10. Dezember, stattfinden. Foto: privat

15.11.2019 - 15:44

Neuwied. Zum 83. Male – bei der nächsten Demo also seit 7 Jahren – trafen sich Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Verbesserung der Lebensbedingungen an Bahnstrecken an Rhein und Mosel einsetzen, am Neuwieder Bahnhof. Seit 2013 wird diese Demonstration von der Bad Hönninger Bürgerinitiative „Schutz gegen Bahnlärm und Erschütterungen e.V.“ organisiert. In Vertretung von Franz Breitenbach, dem Vorsitzenden, begrüßte Erich Schneider den Landtagsabgeordneten Marc Ruland aus Andernach, der das Thema Bahnlärm aus eigener Erfahrung gut kennt.

Ruland betonte zu Beginn seiner Ansprache, „dass sich eine dauerhafte Lärmbelästigung negativ auf die Gesundheit jedes Einzelnen auswirkt“, und damit auf Dauer krank macht und die Lebensqualität in erheblichem Maße mindert. Deshalb werde er sich gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus Landes- und Bundespolitik parteiübergreifend sowohl für kurz- und mittelfristige Erleichterungen, aber auch für eine endgültige Lösung der Bahnlärm- und Sicherheitsproblematik einsetzen. Als kleinen Zwischenschritt bezeichnete Marc Ruland den Beschluss, dass ab Ende 2020 nur noch Güterwagons mit sogenannten Flüsterbremsen eingesetzt werden sollen und dass es Ausnahmen von dieser Regelung nicht geben darf. Dazu müsste auch das Zugüberwachungssystem komplett auf den Prüfstand gestellt werden.

Neben der Lärmproblematik sprach Ruland auch die Gefahren an, die z.B. beim Unfall in Unkel deutlich wurden. Nach Veröffentlichungen der Bundesstelle für Eisenbahnuntersuchung gab es in 2018 315 Kollisionen, 221 Entgleisungen, 72 Fahrzeugbrände und 822 Personenunfälle. Deshalb seien Unterhaltung und Instandsetzung des Bahnnetzes von großer Bedeutung. „Wir brauchen modernes rollendes Material, eine bessere Pflege des Bahnkörpers und Tempolimits bei Ortsdurchfahrten.“

Ruland machte deutlich, dass die Bahn gebraucht wird, betonte aber auch, dass wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland und Europa nicht auf dem Rücken des gesamten Mittelrhein- und Moseltals und seiner Bürgerinnen und Bürger erwirtschaftet werden darf. Er dankte den Bürgerinitiativen für ihr zivilgesellschaftliches Engagement. In diesem Zusammenhang warb er aber für die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle, die die ehrenamtliche Arbeit der Initiativen unterstützt und nach seinem Vorschlag für den Bereich der interkommunalen Kooperation „Starke Kommunen – Starkes Land“ eingerichtet werden könnte. Dieses sogenannte „Städtenetz“ bilden im Norden von Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeinden Bad Breisig, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Unkel, Vallendar und Weißenthurm sowie die Städte Andernach, Bendorf, Neuwied, Sinzig und Remagen.

Mit dem Dank an Marc Ruland verband Erich Schneider zum Schluss den Hinweis auf die 84. Demo am Neuwieder Bahnhof, die am Dienstag, 10. Dezember, 19 Uhr, am Neuwieder Bahnhof stattfindet und bei der dann der Landrat des Kreises Neuwied, Achim Hallerbach, sprechen wird. Außerdem ist zu erwarten, dass Vertreter des Bündnisses „Arbeitskreis Bahnlärm Rhein – Mosel“ über die Ergebnisse des Gesprächs, das am Tag der Demonstration mit Staatssekretär Ferlemann in Berlin geführt wurde, informieren.

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Kommentare
juergen mueller:
Frau Esken u.Erfahrung? Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen. Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.
Uwe Klasen:
Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!
juergen mueller:
Bei all dieser Lobhudelei wird wohl vergessen,dass durch SchuWi Koblenz in eine Schuldenfalle geraten ist,von der sie sich bis dato u.bis in die Zukunft nicht erholen wird.Auch unvergessen sollte sein,dass er Widerstände aus der Bevölkerung als "Blödsinn" abgetan hat.Und ja,zu seiner Zeit als OB durchgeboxte Projekte haben Koblenz auch geschadet.Apropo Umweltamt - eine Phantombehörde,deren Berechtigung über Jahrzehnte man als überflüssig bezeichnen kann,da sie in Sachen Umwelt total versagt hat.Vermessen u.voreingenommen ist zu behaupten,in seiner Amtszeit habe eine wohltuende/offenherzige Identifikation der Koblenzer Bevölkerung mit ihrer Heimatstadt stattgefunden.Ich finde,dass hier ein Mensch seine Arbeit gemacht hat nach dem Motto:"Mein Wort ist Gesetz",nach seinen Vorstellungen,keine Widerstände duldend,schon garnicht aus der Bevölkerung.Unter "etwas besonderes u.unverzichtbar" stelle ich mir etwas anderes vor.Es fehlt nur noch,dass Hofman-Göttig ebenfalls Ehrenbürger wird.
Christian S.:
Ich lebe seit Jahren in den USA. Eigentlich wollte ich zurückkehren nach Deutschland. Aber mir wird himmelangst bei diesen Entwicklungen. Ich fühle mich nicht mehr sicher bei meinen Besuchen in Deutschland. Es wird immer meine Heimat bleiben, doch eine die ich nicht wiedererkenne.
Karl:
Ein Deutschland in den wir gut und gerne leben!!!! Es kotzt einen an. Es wird einfach alles hingenommen!
Donald Trump:
An solche Vorfälle müssen wir uns erinnern, wenn wir auf dem Weg zur Wahlurne sind.
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