Aktion „Flutbäume und mehr“

Spendenaktion geht im nächsten Jahr weiter

Aktion „Flutbäume und mehr“

Peter Langelage aus Sinzig freut sich mit Claudia Schmitz über seinen Flut-Birnbaum. Foto: privat

30.11.2021 - 11:27

Leimbach/Sinzig. Der Streuobstverein „Eifel/Ahr e.V.“ konnte kürzlich mit großem Erfolg seine Spendenaktion „Flutbäume“ für die Betroffenen der Flutkatastrophe an der Ahr umsetzen. Knapp 70 junge Obstbäume warteten in Niederadenau auf ihre Abholung durch Menschen von der Ahr aus Orten zwischen Sinzig und Müsch. Jede Betroffene und jeder Gartenbesitzer hatte eine eigene Geschichte zu erzählen und jeder Baum wird wieder mit Hoffnung gepflanzt. Manch ein Baum wurde mitgenommen und als Nachbarschaftshilfe abends vorbeigebracht. Hilfe leisten hat im Ahrtal eine neue Bedeutung seit der Flut: Es geht. Menschen engagieren sich viel mehr.



Spendenaktion wird fortgesetzt


Winfried Sander aus Leimbach und Claudia Schmitz aus Antweiler versicherten als Vorsitzende des Streuobstvereins: „Die Spendenaktion geht im nächsten Herbst weiter“. Der Verein selbst hat für seine Aktion weitere namhafte Spenden aus dem südwestdeutschen Raum zum Erwerb von Obstbäumen erhalten: so vom Obst- und Gartenbau-Verein Goldbach bei Aschaffenburg, vom Obst- und Gartenbauverein Bruchsal und vom Landesverband der Gartenbauvereine Saarland / Rheinland-Pfalz e.V. und auch vom Kreisverband Germersheim und von der OGV Jockgrim. Der Streuobstverein Eifel/Ahr e.V. bedankt sich bei allen Beteiligten ganz herzlich – auch bei der Baumschule Neuenfels in Königswinter, die dem Verein die Flutbäume zu reduzierten Preisen überlassen hat: eine gemeinsame Aktion! Für den gesamten Vorstand war nachfolgender Dank rührend: „Vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung! (…) Als ich die Bäume einpflanzte, empfand ich erstmals nach der Flut das Gefühl ‚wieder aufzubauen‘“. M.K., Ahrbrück.


Über 175 Obstbäumemehr in der Eifel


Seit über 10 Jahren müht sich der Verein erfolgreich, die Zahl der Obstbäume in der Eifel zu erhöhen. So erwarben auch in diesem Jahr eine beträchtliche Zahl von Menschen Obstbäume unterschiedlicher Arten und Sorten, um ihren Garten mit einem einzelnen Baum zu erweitern oder gar ihre bestehende Streuobstwiese zu vergrößern. Claudia Schmitz und Hanne Bernardy vom Vorstand sowie Gereon Schürmann und Dagmar Brandstetter als aktive Mitglieder organisierten die Abholung der Bäume rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Niederadenau, das OB Robert Reuter dankenswerterweise kostenfrei zu Verfügung gestellt hatte. Kontakt über www.streuobst-eifelahr.de

Pressemitteilung

Streuobstvereins „Eifel/Ahr e.V.“

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Kommentare
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