Kripper Kegler spenden 1000 Euro an die Lebenshilfe

An die Schwächsten denken

An die Schwächsten denken

Präsident Josef Überbach (li.) und Kassierer Heinz Sanner (re.) übergeben die Spende an die stellvertretende Vorsitzende Ute Voß (Mitte). Foto: privat

07.12.2021 - 09:59

Remagen. Wie für alle anderen Vereine, so waren es auch für den Kegelklub Rhein-Ahr aus Kripp zwei ungewöhnliche Jahre mit ungewöhnlichen Problemen. Durch Corona waren viele Kegelabende ausgefallen und ebenso die alljährliche Tour im Sommer 2020. So freute man sich im Frühling auf einen normalen Sommer mit einem geplanten Ausflug im August an die Ahr und die Rur. Der fiel dann durch die große Flutkatastrophe im Juli im wahrsten Sinn des Wortes ins Wasser. Die Enttäuschung war natürlich groß.


Noch größer war aber die Betroffenheit für die vielen Opfer und man war sich schnell einig, dass man aus der gefüllten Kegelkasse dieses Mal eine Spende in Höhe von 1000 Euro für einen guten Zweck tätigen wollte. Den allgemeinnützigen Verein „Lebenshilfe“ im Kreis Ahrweiler hatte es besonders hart getroffen. Er hatte zwölf Todesopfer zu beklagen und auch den Totalverlust mehrerer Immobilien. Hier war das Geld mit Sicherheit gut angelegt.

Diese Einschätzung wurde dann auch in ersten Gesprächen bestätigt. Es war die Rede von traumatischen Erlebnissen, von Trauer und von ungewisser Zukunft, aber auch von großer Hilfe und von Zuversicht. Will man den Schwächsten in der Gesellschaft auch weiterhin helfen, so gab und gibt es keine Alternative zu einem Wiederaufbau. Als Außenstehender kann man sich aber kaum vorstellen, wie groß die Hürden dafür sind. Statt der versprochenen schnellen und unbürokratischen Hilfe hat man es mit immer neuen Auflagen und Schwierigkeiten zu tun.

Dabei muss man bedenken, dass sehr viel Verantwortung in der der Hand von Ehrenamtlichen liegt, die sich in viele Themen erst einarbeiten müssen. Aber inzwischen sind die Weichen gestellt und es gibt ein festes Konzept, um eine optimale Betreuung der vielen Menschen mit Beeinträchtigung in unserem Kreis auch weiterhin sicher zu stellen. Dabei sei jede Hilfe wichtig und jede Spende würde nicht nur gebraucht, sondern sie würde auch jeden Mitarbeiter motivieren, so die Aussage von Ute Voß, die zweite Vorsitzende der Lebenshilfe Ahrweiler.

Bis allerdings die Normalität, wie sie vor der Flut einmal war, wieder hergestellt ist, werden noch einige Jahre durchs Land gehen und es werden noch viele Millionen Euro gebraucht. Sowie der längste Weg mit vielen kleinen Schritten gegangen werden muss, so setzen sich auch die größten Beträge aus vielen kleinen zusammen und jeder einzelne Euro trägt dazu bei, dass man schneller vorankommt. Bei den Kegelbrüdern bleibt die Gewissheit zurück, das Richtige getan zu haben. Ihr Geld war ohne Verwaltungsverluste angekommen und die große Dankbarkeit der Lebenshilfe war (fast) so schön wie eine Kegeltour.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Wann nehmt ihr den Alten endlich den Führerschein weg?? Immer und immer wieder knallt es durch **Alterssture Leute. Die einen fahren wie die Schnecken, weil sie noch besser fahren können als laufen und die andern krachen rücksichtslos auf Teufel komm raus irgendwo hin und sehen nichts, reagieren zu...
Gabriele Friedrich:
Ich rege mich auf, das die Eltern ihre Kinder nicht mehr drillen. Es ist ein absolutes Verbot-hinter einem Auto zu stehen oder gehen. Immer und immer muss man es ihnen sagen und auch erkären, warum das so ist und was passieren kann. Man muss den Kindern vorort auch zeigen, wie so etwas aussehen könnte...
Gabriele Friedrich:
Dieses Lumpenpack ! Gut das der Fahrer aufgepasst hat. Den Job, den die Jungs machen, den wollte ich auch nicht. Meistens sind das sehr nette Leute, sie kennen einen und wenn man freundlich ist, dann geht alles besser. HIn und wieder gebe ich etwas als Anerkennung, 1-2 Euro oder was zum naschen, obwohl...
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