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Arbeitsagentur legt Ausbildungsbilanz 2018/19 vor

Berufswahl will gut vorbereitet sein

Nicht alle Jugendlichen konnten günstige Voraussetzungen nutzen

08.11.2019 - 18:30

Koblenz. Vor gut vier Wochen ging das Ausbildungsjahr 2018/2019 zu Ende und die Agentur für Arbeit zieht ihre Bilanz. Alles in allem waren vor allem die Bedingungen für junge Leute hervorragend, einen guten Einstieg ins Berufsleben zu finden. Aber: Obwohl auch diesmal nicht alle gemeldeten Ausbildungsstellen besetzt werden konnten, blieben einige junge Menschen bei ihrer Lehrstellensuche erfolglos.

Zwischen Oktober 2018 und September 2019 wandten sich insgesamt 3.049 junge Leute an die Berufsberatung, um sich bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützen zu lassen. Im gleichen Zeitraum meldeten die Betriebe im Agenturbezirk – zu dem die Stadt Koblenz und die Landkreise Mayen-Koblenz, Cochem-Zell und Ahrweiler gehören – dem Arbeitgeberservice 3.974 Ausbildungsstellen. Ende September waren 110 junge Menschen „unversorgt“, hatten also keine Lehrstelle bekommen. Ihnen standen zu diesem Zeitpunkt noch 87 unbesetzte Lehrstellen gegenüber.

Im vergangenen Jahr zeigte sich die Situation zumindest aus Sicht der Bewerber etwas komfortabler, als zum Ende des Beratungsjahres noch deutlich mehr Lehrstellen offen waren, als Bewerber unversorgt blieben. Dennoch zeige sich, dass die Ausbildungsstellenvermittlung keine Aufgabe sei, die sich rein rechnerisch lösen lasse, erklärt Agenturleiter Frank Schmidt. Manchmal passten die Interessen der Ausbildungssuchenden und die Angebote der Arbeitgeber einfach nicht zusammen. Darum sei es äußerst wichtig, dass die jungen Leute offen für Alternativen seien – und das bestenfalls gleich zu Beginn ihrer Orientierungsphase.


Beratungsmöglichkeiten nutzen


Der Arbeitsmarkt wandle sich in hohem Tempo, Berufsbilder und Anforderungsprofile seien diesem Prozess ebenfalls unterworfen. Das führe dazu, dass es viele spannende „neue“ Berufe zu entdecken gebe. Schmidt wirbt deshalb dafür, dass Jugendliche sich frühzeitig mit ihren Berufswünschen auseinandersetzen und die Informations- und Beratungsmöglichkeiten in den Schulen und bei der Berufsberatung nutzen sollten. „Eine gute und frühzeitige Orientierung, die zeigt, welche Ausbildungen zu den eigenen Interessen passen, ist ein erster wichtiger Schritt zu einem erfolgreichen Berufsleben. Denn womöglich beeinflusst die Wahl des Ausbildungsplatzes das ganze Leben, zumindest aber die nächsten Jahre.“


Noch wird für das laufende Ausbildungsjahr vermittelt


Aber selbst wer bis jetzt noch keine Lehrstelle gefunden habe, sollte nicht aufgeben und einfach bis zum nächsten Jahr warten, rät Frank Schmidt. Denn auch wenn das neue Ausbildungsjahr offiziell bereits begonnen habe, gehe das Vermittlungsgeschäft der Arbeitsagentur weiter. Solange der Berufsschulstoff noch aufzuholen sei, vermittele die Arbeitsagentur auch noch ins gerade begonnene Ausbildungsjahr. Erst wenn das nicht mehr möglich sei, sollten die jungen Leute die Zeit nutzen, um ihre Chancen für das nächste Jahr zu verbessern – beispielsweise mit längeren Praktika, um festzustellen, ob die eine oder andere Berufsrichtung nicht doch eine Alternative sei.

Jugendliche und ihre Eltern können Kontakt zur Berufsberatung über die kostenlose Servicenummer (08 00) 45 55 50 0 aufnehmen.

Pressemitteilung Agentur

für Arbeit Koblenz-Mayen

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Kommentare

Keine neue Infektion mit dem Coronavirus

juergen mueller:
KEIN Grund für Euphorie!!! Das Problem ist nicht, dass sich jeder auf politisch gesteuertes Handeln und Entscheidungen verlässt, sondern, dass ihm selbst das eigene Denken abhandengekommen ist, bzw. genommen wird. Sich alleine auf politisches Denken zu verlassen, ist einer der größten Fehler der Menschheitsgeschichte, was wir allzugerne vergessen. Das Abhandenkommen selbstständiges Denken ist nach wie vor eine Aufgabe, die sich vermeintlich politisch Verantwortliche gestellt haben.Wer dem nicht nachkommt,wird diskretitiert, in`s Abseits gestellt, für nicht vollgenommen. Kein Einzelfall, wie man am Beispiel der Bürgerinitiative RÜBENACH sieht,die sich seit Jahrzehnten gegen eine übermäßige Verkehrsbelastung RÜBENACH u.eine Erweiterung des GVZ A61/A48 stemmt - mit kleinen Erfolgen,die m.E. überbewertet werden,Erfolge, die sich in den nächsten Jahren stadtpolitischer Wirtschaftsförderung zeigen werden.Die BI Rübenach wird dies wegen Überalterung,fehlendem Nachwuchs NICHT mehr erleben.
Jean Seligmann:
Am 17.03.2020 gab Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) das unrealistische Regierungsversprechen: "Kein Arbeitsplatz geht wegen Coronakrise verloren!"
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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