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Gesundheitsamt empfiehlt Absage von Veranstaltungen in Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz

Besondere Gefahr bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen

Derzeit unkalkulierbare Risiken - Hohe Verantwortung bei Veranstaltern

11.03.2020 - 15:08

KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz, das für den Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz zuständig ist, empfiehlt, alle Veranstaltungen für die Monate März und April abzusagen. Das gilt insbesondere für Großveranstaltungen in geschlossenen Räumen. Damit schließt man sich der Empfehlung der Landesregierung an.

Unabhängig von der Teilnehmerzahl kann auch schon ein kleinerer Teilnehmerkreis eine schnellere Ausbreitung des Coronavirus begünstigen. Die Nachverfolgung von infizierten Personen wird jedoch immer schwieriger, je größer der Personenkreis ist. Insbesondere appelliert das Gesundheitsamt an das hohe Verantwortungsbewusstsein der Veranstalter, dringend zu prüfen, ob eine Absage oder Umlegung möglich ist. „Falls nach einer Veranstaltung ein Teilnehmer als infizierte Person identifiziert wird, muss das Gesundheitsamt zu allen anderen Teilnehmern Kontakt aufnehmen, um diese darüber zu informieren. Kommt dies bei mehreren Veranstaltungen vor, ist das nicht mehr zu leisten, da in kürzester Zeit eine riesige Anzahl an Menschen kontaktiert werden müsste. Dazu kommt, dass für eine Kontaktaufnahme Name und Adresse aller Teilnehmer bekannt sein müssen“, erklärt Michael Schönberg vom Gesundheitsamt. Das würde auch für die Veranstalter einen enormen organisatorischen Aufwand bedeuten, da die Kontaktdaten in Listen zu erfassen wären. Darüber hinaus appellieren Kreis- und Stadtverwaltung bei jedem Bürger an die persönliche Eigenverantwortung. „Wenn eine Veranstaltung stattfindet, ist auch jeder Teilnehmer für sich in der Pflicht zu entscheiden, ob er sich dem möglichen Risiko einer Infektion aussetzen möchte oder ob man auf eine Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen doch verzichten kann“, sind sich Landrat Dr. Alexander Saftig und Bürgermeisterin Ulrike Mohrs einig.

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Kommentare
S. Schmidt:
Was macht ihr denn wenn sich die AfD eurem Antrag anschließt?
Andrea Müller:
Die Probleme der "Party Szene" in Frankfurt, Stuttgart und anderen Städten wie Koblenz sind Hausgemacht. Die Polizeiberichte sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach Corona werden unsere Städte leider nicht friedlicher werden. Ganz im Gegenteil. Diese wirklichen Hintergründe will Altmaier und Co. nicht benennen.
Herbert Kaufmann:
Diese Haltung der Stadtspitze in dieser Frage ist ignorant und in der Sache fehlerhaft. Nachdem der OB Langner ja bereits bei der Frage des Tragens von AntiFa Symbolen im Stadtrat Führungsschwäche gezeigt hat und seine Haltung durch den Brief von Bundestgasvizepräsident Kubicki ad absurdum geführt wurde kann man dieses neueerliche Versagen auch als Opportunismus gegenüber der "Partyszene" bezeichnen. Es geht ja nicht nur um Corona sondern auch seit Jahren schon um das Einhalten von Immissionsvorgaben. Der möglichen Handlungsweisen gibt es viele, von der Veränderung der seit der BuGa verkürzten Sperrzeiten ( diese wurden nicht mehr zurückgenommen! ) aufgrund des Immissionsgesetzes bis hin zum Verbot von Mitbringen von Alkohol, denn das ist ganz bestimmt kein Grundrecht.
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.

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Gabriele Friedrich:
Woher kam das Fahrzeug? Es sieht jedenfalls aus wie eine alte Schüssel aus Rumänien oder sonst etwas. Ein paar mehr Informationen hätte man als Leser schon gerne.
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