„Das ist es, wo die Blumen sind“

„Das ist es, wo die Blumen sind“

Der Ahrtorfriedhof nach der Flut. Foto: Carmen Glöckner

24.01.2022 - 12:37

„Sag mir, wo die Blumen sind“ fragte Marlene Dietrich in einem berühmten Lied, das 1962 veröffentlicht wurde und um die Welt ging.


Den Heimersheimer Autor Gregor Schürer hat sich im Angesicht der Flutkatastrophe dazu eine Antwort überlegt. Er widmet das Gedicht allen Flutopfern.

Du fragst mich, wo die Blumen sind,

die Blumen rot und blau,

die an der Ahr gestanden sind,

ich weiß es ganz genau.

Die Fluten dieser schlimmen Nacht

haben sie mitgenommen

bis Sinzig und bis Rotterdam

sind sie davon geschwommen.

Und doch sind nicht für immer

die Blumen uns genommen,

wir pflanzen, hegen, pflegen,

sie werden wiederkommen.

Noch schöner als zuvor

werden sie neu erblühen,

in vielen bunten Farben,

ihr Duft wird explodieren.

Das ist es, wo die Blumen sind,

die Blumen rot und blau,

am Ufer unsrer schönen Ahr,

ganz ohne Gartenschau.

Gregor Schürer

Weitere Beiträge zu den Themen

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Weitere Berichte

Unwetterwarnungen für große Teile der Region

DWD warnt vor schweren Gewittern am Montag

Region. Etwa ab dem Mittag ziehen am Montag, 23. Mai von Südwesten teils kräftige Gewitter auf. Dabei muss im Rhein-Sieg-Kreis, Westerwaldkreis, Kreis Mayen-Koblenz, Kreis Neuwied, Kreis Ahrweiler, Rhein-Lahn-Kreis, sowie der Stadt Koblenz im Zeitraum zwischen 12 und 22 Uhr mit Starkregen zwischen 20 und 35 l/qm in kurzer Zeit gerechnet werden. Weitere Begleiterscheinungen sind größerer Hagel um 3 cm sowie schwere Sturmböen bis orkanartige Böen zwischen 95 und 110 km/h. mehr...

Transporter liefert sich Verfolgungsjagd mit der Polizei

Westerburg. Am Sonntag, 22. Mai, gegen 01:30 Uhr, sollte ein Mercedes Sprinter in Westerburg einer Kontrolle unterzogen werden. Dabei missachtete der Fahrzeugführer die Anhaltesignale und versuchte sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Die Verfolgungsfahrt führte von Westerburg über die Umgehungsstraße bis nach Gemünden. Der Fahrzeugführer verließ in Gemünden das Fahrzeug und versuchte sich fußläufig zu entfernen. mehr...

Bad Hönningen: Reflektoren an L 257 mutwillig beschädigt

Bad Hönningen. In der Nacht zum Mittwoch, 18. Mai, wurden entlang der L 257 auf der gesamten Strecke von unbekannten Tätern die Wildwechselreflektoren an den Leitpfosten beschädigt. Über einen Zeugenhinweis ergibt sich ein Verdacht gegenüber einem bislang unbekannten älteren Mann, der am Dienstagabend auf der L 257 gesehen wurde, wie er sich an Leitpfosten zu schaffen machte. Nach Auskunft der Jagdausübungsberechtigten entstand ein Schaden von ca. mehr...

 
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
LESETIPPS
GelesenNeueste
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
Service