Fast 143.000 Menschen haben bei der öffentlichen Wahl von NABU und LBV abgestimmt

Upup, Upup, Hurra: Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022

Upup, Upup, Hurra: Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022

Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022. Foto: NABU/CEWE/Jörg Stemmler

19.11.2021 - 14:08

Mainz. Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.


„Der Wiedehopf ist mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt worden – er ist einer der auffälligsten heimischen Vögel“, sagt Olaf Strub, Geschäftsführer des NABU Rheinland-Pfalz. „Viele Wählerinnen und Wähler konnten sich aber sicher auch mit seinem Wahlslogan: ,Gift ist keine Lösung‘ identifizieren.“ Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – und viele Insekten gibt es nur ohne Pestizideinsatz. Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent). Auf Platz drei flatterte der Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent) vor dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent). Der letzte Platz ging an den Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn der wärmeliebende Vogel kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor. In Rheinland-Pfalz ist er noch am häufigsten in Rheinhessen und der Pfalz zu beobachten. Der Wiedehopf gilt mit unter 100 Brutpaaren in Rheinland-Pfalz als stark gefährdet. Er lebt von größeren Insekten und ihren Larven, frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes. Viele Menschen dürften den neuen Jahresvogel aus der „Vogelhochzeit“ von Hoffmann von Fallersleben kennen. In dem Kinderlied bringt der Wiedehopf „der Braut den Blumentopf“. Mancher kennt vielleicht auch die Redewendung „Du stinkst wie ein Wiedehopf“. Sie kommt daher, weil Weibchen und Jungvögel mit einem stark riechenden Sekret Feinde vom Nest vertreiben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt.

Mehr Infos: www.vogeldesjahres.de

Pressemitteilung NABU Rheinland-Pfalz

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Kommentare
Antwort auf S. Schmidt:
Scheinbar haben Sie das Ziel des Spendenlaufs nicht erfasst. Ist doch super, wenn für gute Zwecke Geld gesammelt wird....
S. Schmidt:
Die "üblichen Verdächtigen", also sogenannte Aktivisten, sondern die "üblichen Sprüche" über Andersdenkende ab, also irgendwas mit "Rechts" und insgesamt unwissend was Sie damit ausdrücken, und fühlen sich zusätzlich in ihrem verwirrten tun noch durch Mitläufer bestätigt, welches doch nur eine Ausgrenzung...
Christian Stopp:
Traurig das die Helfer als Verursacher von sogenannten Fluthelferschäden nun ausgemacht werden und somit aus dem Thal vertrieben werden sollen. Ich denke es ist noch genug zu tun und auch wenn ein Azubi mal was kaputt macht kann er dadurch nur lernen. Hier die Firmen in die Pflicht zu nehmen, ganze...
Herbert Wiesel:
Das ist die Arroganz einer Handwerksvertretung, Helfer zu diskreditieren. Ich kann Ihnen als ehemaliger Gutachter unendlich viele Fehler von Meisterbetrieben benennen. Es gilt: wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht. Bei 100.000 Helfern im Tal ist das doch selbstverständlich. Wenn sie gegenteiliger...

Neue Wolfssichtungen im Kreis Ahrweiler

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