Medientraining für Kita-Kinder in der Stadtbibliothek Montabaur

Wie der Würfel aus dem Tablet kam

Wie der Würfel aus dem Tablet kam

So kommt der Würfel vom Tablet auf den Tisch. Beim Medientraining in der Stadtbibliothek übten die Vorschulkinder der Kita Himmelfeld sowohl die Handhabung von Tablets als auch den Umgang mit Schere und Papier. Das Training haben Daniel Zils von medien+bildung.com und Carina Senko von der Stadtbibliothek geleitet.Foto: Stadt Montabaur

01.12.2021 - 16:03

Montabaur. Stolz präsentiert der kleine Jan seinen bunten Papierwürfel. Die Bilder darauf hat er selbst fotografiert und ausgesucht, den Würfel hat er auf einem Tablet entworfen und anschließend gebastelt. Jan ist Vorschulkind an der Kita Himmelfeld und hat an einem Medientraining in der Stadtbibliothek Montabaur teilgenommen. Dieses war der Abschluss einer Fortbildungsreihe, die das Bibliotheksteam besucht hatte; Ausrichter der Fortbildung war das Landesbibliothekszentrum in Kooperation mit medien+bildung.com.


Die Vorschulkinder der Kita Himmelfeld waren mit Eifer bei der Sache. Unter der Anleitung von Medienpädagoge Daniel Zils von medien+bildung.com übten sie erst einmal den Umgang mit den Tablets. Dann ging es auf „Fotosafari“ durch die Räume der Stadtbibliothek auf der Suche nach geeigneten Bildmotiven für die Papierwürfel. „Auf diese Weise haben sie nicht nur die ganze Bibliothek kennengelernt, sondern auch mit Freude ihre Lieblingsbücher fotografiert“, berichtete Carina Senko vom Bibliotheksteam, die das Medientraining organisiert und zusammen mit Zils geleitet hatte. Im nächsten Schritt galt es, die Bilder auf dem Tablet zu bearbeiten, auf das richtige Format zu bringen und schließlich in das Raster für den späteren Papierwürfel einzufügen. Dabei konnten die Kinder neben den eigenen Fotos auch online auf eine Bildgalerie zugreifen. All das ermöglicht die App „foldify“, die das Bibliotheksteam im Rahmen der Fortbildung kennengelernt hatte. Schließlich wurden die fertigen Würfelschablonen auf Papier ausgedruckt, ausgeschnitten und zusammengeklebt. Hier war die Mithilfe der Erzieherinnen gefragt. „Für uns war es sehr spannend zu beobachten, welches Kind welche Kompetenzen mitbringt: Einige konnten mühelos mit dem Tablet umgehen, hatten aber hier und da noch Probleme, den Würfel richtig zu falten. Bei anderen Kindern war es genau umgekehrt“, stellte Angelika Kespe vom Kita-Team fest.

Die App „foldify“ eignet sich besonders gut, um den Transfer von der digitalen Welt ins reale Leben zu üben. „Erst erscheinen die Fotomotive aus der realen Welt digital auf dem Bildschirm des Tablets, dann entsteht dort digital der Vordruck für den Würfel, der dann als Papierausdruck wieder ins reale Leben gelangt. So lernen die Kinder spielerisch, wie digitale und analoge Welt zusammenhängen“, erklärte Daniel Zils die Vorteile dieser App. Dabei ist „foldify“ nur eine von vielen Anwendungen und Methoden, die die Bibliotheksmitarbeiterinnen im Rahmen der zweijährigen Fortbildung kennengelernt haben. „Es gibt eine Fülle von Möglichkeiten. Wir müssen jetzt überlegen, welche Geräte und Programme wir bei uns einsetzen können. Auf jeden Fall ist Medienbildung ein Schwerpunkt in unserer Bibliothek“, so Carina Senko. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie haben Schulklassen jeder Altersstufe und Kita-Gruppen regelmäßig die Bibliothek besucht. Mit dem Einsatz der neuen Medien könnten künftig auch gezielte Kursangebote dazu kommen. Dieses Medientraining wurde vom Landesbibliothekszentrum finanziert. Pressemitteilung

Stadt Montabaur

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Zu viele Coronafälle: Andernacher Krankenhaus muss geplante Aufenthalte absagen – Notfallversorgung bleibt bestehen

Andernach: 14 Tage Aufnahmestopp in Rhein-Mosel-Fachklinik

Andernach. Die Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach (RMF) muss für 14 Tage alle geplanten Aufnahmen absagen. Der Grund ist, dass es auf drei psychiatrischen Aufnahmestationen und im Wohnbereich der Klinik mittlerweile positiv getestete Patientinnen und Patienten und Bewohnergibt. Auch fallen derzeit zunehmend mehr Mitarbeiter aufgrund von Isolation oder Quarantäne aus, als dass eine sichere Versorgung noch aufrechterhalten werden kann, wenn weiterhin Patienten aufgenommen werden. mehr...

Fahndung nach Trickdiebstahl in Siegburg

Konto von Senior leergeräumt: Wer kennt dieses Paar?

Siegburg. Im September 2021 hatte die Polizei über einen ungewöhnlichen Trickdiebstahl berichtet, bei dem ein 86-jähriger Siegburger bestohlen worden war. Der Geschädigte war bei der Geldabhebung an einem Bankautomaten in der Siegburger Innenstadt von einem unbekannten Paar beobachtet worden. In einem Lebensmittelgeschäft wurde der 86-Jährige von dem Pärchen angesprochen. Die Frau zeigte auf den Boden und gab an, dass der Siegburger offensichtlich Geld verloren habe. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Kommentare
Theobold aus dem schönen Miesenheim:
Herr Esser, ich muß Ihnen einmal den Spiegel vorhalten, vielleicht erkennen Sie dann Ihr eigenes Treiben. Ihre wahre politische Einstellung lassen Sie heute zum Beispiel wieder mit äußerst zweifelhaften Aussagen in „Ihrem“ Facebook Acount Mariss Tiner (nur Ihr Profilbild verrät sie, warum übrigens...
juergen mueller:
Ich gehe einmal davon aus, dass Herr S.Schmidt ein Sympathisant oder sogar Mitglied der AfD ist, worauf man aus seinen Kommentaren schließen könnte, da er genau die Wortwahl benutzt, wie sie sich die AfD zu eigen macht. Ihm steht natürlich, sollte dies auch nicht der Fall sein zu, seine Meinung, wie...
Ludwig aus Andernach Eich:
Sehr geehrter Herr S.Schmidt (oder wer immer sich hinter diesem Namen verbirgt), die Wortwahl „diffamierend“ wird doch gerade von dieser „Partei“ inflationär bewußt genutzt. Haben Sie die Pressemitteilung nicht gelesen? Auf alle Fälle sind mittlerweile die sogenannten „Spaziergänge“ auch in Andernach...
Gabriele Friedrich:
Gerade alte Menschen abzuzocken und zu beklauen finde ich als ungeheuere Schweinerei. Ich hoffe, man findet das Paar. Vor allem der Mann ist ja auffällig mit seiner krummen Figur....

Kampf gegen Demenz

juergen mueller:
30 000 Euro in drei Jahren - das sind 10 000 pro Jahr. Besser als nichts. Aber - Frage: WAS sind 10 000 Euro für die Arbeit einer Institution, deren Arbeit man nicht hoch genug bewerten kann? Und Kampf gegen Demenz? 10 000 Euro jährlich. Ein Jahr hat 12 Monate, das macht genau 833,33 Euro pro Monat,...
Service