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Mann aus NRW wegen Kryptobetrug festgenommen

Mann aus NRW wegen Kryptobetrug festgenommen

Quelle: Pixabay

22.09.2020 - 17:29

Befasst man sich mit digitalen Währungen, etwa Bitcoin, Ether und Co., so hört man immer wieder von Betrügereien. In der Regel sind es ein paar sehr fragwürdig agierende Plattformen, die in erster Linie nur am Geld des Anlegers interessiert sind, nicht aber an seinem Erfolg. Schwarze Schafe, die es gilt, im Vorfeld zu erkennen. So etwa, wenn man einen Blick hinter den Vorhang wirft und versucht, dank der im Internet zu findenden Test- wie Erfahrungsberichte, schon von Anfang an in Erfahrung zu bringen, ob es sich um einen empfehlenswerten Anbieter handelt oder nicht. Dass jedoch ein Anleger eine Plattform über den Tisch gezogen hat, das kommt sehr selten vor, ist aber nun dennoch passiert. Für einen Mann aus dem Raum Koblenz ist der Traum des schnellen Reichtums vorbei - es klickten die Handschellen.


Betrug in Millionenhöhe


Man kann über Bitcoin Revolution investieren oder über eine Börse Coins kaufen und hoffen, dass sich der Preis in die gewünschte Richtung bewegt. Letztlich darf man die Volatilität des Marktes nicht unterschätzen - immer wieder gibt es positive wie negative Überraschungen. Liegt man richtig, so sind ausgesprochen attraktive Gewinne möglich. Wer hingegen den Markt falsch einschätzt, der muss hohe Verluste akzeptieren.

Für einen Mann, der aus dem Raum Koblenz kommt, gab es hingegen keine Verluste. Scheinbar alles richtig gemacht? Ja - sofern man berücksichtigt, dass er das Gesetz gebrochen hat. Er hat nämlich einen Programmierfehler für sich entdeckt und konnte so über eine in den USA sitzende Plattform für digitale Währungen richtig hohe Summen einfahren. Angeblich, so die Anklage, handelt es sich hier um einen Millionenbetrag. Nun wurde gegen den 35-Jährigen ein Haftbefehl verhängt - das teilte die Cybercrime Landeszentralstelle von Rheinland-Pfalz der Generalstaatsanwalt Koblenz mit. Angeblich soll es sich um Computerbetrag in 268 Fällen handeln.

So soll der Beschuldigte bereits zu Beginn des Jahres 2018 zufällig auf einen Programmierfehler der Plattform gestoßen sein. Folgt man den Ausführungen der Staatsanwaltschaft, so konnte der 35-Jährige ohne Guthaben Einzahlungen auf dem Kundenkonto der Plattform vornehmen. So war es möglich, dass er zu mehr als eine Million an digitalen Einheiten auf der Plattform gekommen ist - also ausgesprochen viele Krypto Token besaß, ohne jedoch investiert zu haben. Diese kann man gegen Euro oder eine andere Fiatwährung tauschen oder als digitales Zahlungsmittel nutzen. Zum Tatzeitpunkt lag der Wert bei ungefähr 5,8 Millionen Euro.

Der 35-Jährige hat sich sodann die Erlöse aus den Verkäufen der Zahlungsmittel als „richtiges Geld“ auf seine deutschen wie türkischen Konten überweisen lassen. So konnte sich der Deutsche ein Auto (Kaufpreis: 160.000 Euro) kaufen, bezahlte mehrere Aufenthalte in der Türkei und gewährte einem Bekannten einen Kredit in der Höhe von 500.000 Euro. Die Wohnung des Betrügers wurde bereits im Mai des letzten Jahres durchsucht. Damals fanden die Beamten Bargeld von über 40.000 Euro sowie ein in digitalen Währungen vorhandenes Guthaben, das einen Wert von rund 180.000 Euro hatte. Der Mann zeigte sich von Anfang an geständig, jedoch gab er an, nicht gewusst zu haben, dass er zum Nachteil der Plattform gehandelt hat.

Mann aus NRW wegen Kryptobetrug festgenommen

Quelle: Pixabay


Wer in Kryptowährungen investiert, der darf das Risiko nicht unterschätzen


Wer sein Geld in Bitcoin und Co. investieren will, der sollte sich zunächst klar sein, dass es sich um ein recht riskantes Vorhaben handelt. Letztlich ist die Volatilität des Kryptomarktes nicht zu unterschätzen. Berücksichtigt man den Umstand, dass der Bitcoin von Januar 2017 bis Dezember desselben Jahres von 1.000 US Dollar in Richtung 20.000 US Dollar marschiert ist, dann jedoch innerhalb eines Jahres in Richtung 3.000 US Dollar abstürzte und heute (Stand: Mitte September 2020) bei 10.200 US Dollar liegt, so ist klar, dass man hier doch ausgesprochen starke Nerven benötigt.

Letztlich sind es auch die starken Schwankungen, warum man immer nur Geld investieren sollte, das frei zur Verfügung steht. Denn Abstürze, wie etwa Anfang des Jahres 2020, als das Coronavirus auch den Kryptomarkt infizierte, können nur in den seltensten Fällen vorhergesagt werden.

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Kommentare
Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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