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Andrea Nahles im Redaktionsgespräch mit BLICK aktuell

„Das ist das letzte Interview, das ich als Politikerin geben werde“

Andrea Nahles hat sich nach ihrem Ausscheiden aus Partei- und Fraktionsführung ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Nun legt die SPD-Politikerin auch noch ihr Bundestagsmandat nieder und scheidet damit gänzlich aus der Politik aus. „Das ist das letzte Interview, das ich als Politikerin geben werde“, sagte sie Hermann Krupp und Corinna Krupp im Redaktionsgespräch von BLICK aktuell, zu dem sie in Begleitung von Ingo Terschanski aus ihrem Wahlkreisbüro erscheint. „Damit ist die Geschichte ‚Andrea Nahles als öffentliche Person‘ beendet.“

„Das ist das letzte Interview, das ich als Politikerin geben werde“

Gewohnt temperamentvoll gibt sich Andrea Nahles bei ihrem letzten Interview als Politikerin gemeinsam mit Ingo Terschanski aus ihrem Wahlkreisbüro im Gespräch mit Corinna und Hermann Krupp beim Krupp-Verlag in Sinzig.

14.10.2019 - 16:27

Sinzig. Andrea Nahles ist seit 31 Jahren in der SPD, davon war sie 30 Jahre politisch aktiv. Mit einer Unterbrechung war sie nahezu 20 Jahre Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Hermann Krupp bittet sie, ein paar Stationen aus ihrem politischen Werdegang Revue passieren zu lassen. Als Bundestagsabgeordnete vertrat sie stets die Region Rhein-Ahr-Eifel – darauf legt sie großen Wert. Auch wenn es eine Weile dauerte bis sie deutschlandweit nicht mehr als „die Pfälzerin“ begrüßt wurde, erzählt sie lachend.


Eine außergewöhnliche politische Karriere


In Weiler in der Eifel, wo sie aufwuchs und auch heute noch lebt, gründete sie 1989 mit Mitstreitern einen SPD-Ortsverein. Das war schon damals so besonders, dass sogar der damalige Landesvorsitzende Rudolf Scharping darauf aufmerksam wurde. Ortsvereinsvorsitzende blieb sie dann auch 20 Jahre lang. Andrea Nahles wurde schließlich Kreisvorsitzende, Landesvorsitzende der Jusos und Bundesvorsitzende der Jungsozialisten. Letzteres bezeichnet sie als „Unfall der Geschichte“, da eigentlich andere Kandidaten zur Wahl standen. „Das war der Beginn meiner politischen Karriere. Es war nicht geplant gewesen.“ Ihre Zeit als Juso-Bundesvorsitzende bezeichnet sie rückblickend als „sehr erfolgreich“. Als erste Vorsitzende nach Gerhard Schröder schaffte sie den Sprung in den Bundestag. „Und wie wird man dann Ministerin?“, fragt Hermann Krupp. „Durch harte Arbeit.“ Als Vorsitzende einer Organisation musste sie Allrounderin sein, erklärt sie. Parallel sei sie aber auch Spezialistin gewesen; sie war Sprecherin der Bundestagsfraktion für den Bereich Arbeit und Soziales. Das war ganz offensichtlich ihr Thema – so sehr, dass sich niemand wunderte, als sie Arbeits- und Sozialministerin wurde, auch wenn sie selbst nicht daran dachte. Sie musste sich nicht mehr in die Thematik einarbeiten, kannte die Leute im Ministerium. So kam es, dass sie bereits zwei Wochen nach Amtsantritt die ersten Gesetze vorlegen konnte. „Insgesamt habe ich 40 Gesetze auf den Weg gebracht. Ich bin mit der Bilanz zufrieden.“ „Aber wieso beendeten Sie dann Ihre Karriere als Ministerin, wenn Sie so erfolgreich waren?“

Nach der Wahl, erinnert sich Nahles, war „Jamaica“ das Projekt der Bundeskanzlerin. Im Fernsehen wurden ständig die Bilder der Koalitionsgespräche von CDU/CSU, FDP und Grünen gezeigt (jeder hat noch die Bilder vom Balkon in Erinnerung). Die SPD war nach dieser Rechnung die größte Oppositionspartei, Andrea Nahles wurde wieder von der Spezialistin zur Generalistin – und war für einen Monat Oppositionsführerin. Das Platzen der Koalitionsgespräche ergab eine „außerordentliche Situation, in der die SPD sich vorbildlich verhalten hat“. Sie fügt an, es sei eine Entscheidung gewesen, die ihrer Partei wenig Dank eingebracht habe. Auf dem SPD-Parteitag hielt Andrea Nahles eine leidenschaftliche Rede, die zur Zustimmung zu einer erneuten Großen Koalition führte. „Damit habe ich mir viele Feinde gemacht.“ Ein guter Teil der SPD sei nicht mitgegangen. Und sie nahm die Probleme dann mit in ihre Zeit als neue Parteivorsitzende. Ihr Wahlergebnis war mit rund 66 Prozent exakt so hoch wie die Zustimmung zur Großen Koalition.


Wie kommt man als Mensch damit klar?


Corinna Krupp fragt die ehemalige Parteivorsitzende, was von ihr wohl in den Geschichtsbüchern stehen wird. „Ich hoffe, der Mindestlohn“, antwortet sie. Und immerhin sei sie ja auch die erste weibliche Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag und die erste Vorsitzende der Partei gewesen. „Nach 155 Jahren“, fügt sie an. Die Situation, die im Juni eskalierte und schließlich zum Rücktritt führte, erzeugte im Nachgang viel Kopfschütteln über den Umgang mit der Parteivorsitzenden, so Hermann Krupp. „Wie kommt man als Mensch damit klar?“ Nahles ergänzt, es sei „alles auf offener Bühne“ geschehen. Sie sei in ihrer politischen Karriere nie einer Konfrontation aus dem Weg gegangen, habe „immer mit offenem Visier gekämpft“. Aber so „ganz durch mit der Sache“ ist sie noch nicht. Sie erlebe Hochs und Tiefs. „Aber ich schaue nach vorne.“ Immerhin muss sie auch eine neue Arbeit finden. Sie ärgert sich über Medienberichte, sie würde nun eine großzügige Rente kassieren. Ihre Rentenansprüche starten ab 2033, sagt die 49-Jährige. Bis sie einen neuen Job hat, hilft ein Jahr lang das Übergangsgeld des Bundestags. „Aber es gab nicht nur Heckenschützen in dieser Zeit“, weiß Hermann Krupp, „auch Unterstützer, auch wenn das eher untergegangen ist.“ Sie nennt namentlich Heiko Maas und Olaf Scholz, die ihr auch in der mittlerweile wohl schon legendär zu nennenden Fraktionssitzung und auch im Nachhinein beistanden. Sie nennt Thorsten Schäfer-Gümbel und Malu Dreyer, die sie auch in der Eifel besuchten. Mit diesen Genossen pflegt sie auch weiterhin einen guten Kontakt. „Ich interessiere mich natürlich auch für die Nachfolge.“ Und sie hat eine Übergabe des Amts durchgeführt, „weil ich da Freunde habe, denen ich Gutes will“. So könne sie „besser damit umgehen, ohne Groll“. Dazu müsse sie jetzt aber einen „Cut“ machen.


„Eine gute Partei, die gerade eine Krise durchmacht“


Nein, Andrea Nahles will keine schmutzige Wäsche waschen. Das machte sie vor Beginn des Gesprächs deutlich. „Die SPD“, sagt sie, „ist eine gute Partei, die gerade eine Krise durchmacht.“ Sie sieht einen massiven Umbruch bei der Wahrnehmung der Volksparteien nicht nur in Deutschland. Auch die CDU trifft es; die SPD ist ihr dabei nur etwas voraus, ist sie sicher. „Wie ist Ihre Tochter damit umgegangen?“ Erst war sie traurig, erzählt sie, „weil ich auch traurig war“. Aber jetzt freue sie sich, weil die Mutter endlich mal öfter zu Hause ist. „Aber ganz so idyllisch wird es nicht bleiben, wenn ich eine neue Aufgabe habe.“ Andrea Nahles freut sich auch über große Unterstützung in ihrem Heimatort. „Das gibt mir Kraft.“


Ihre „Kante“ kam nicht immer gut an


„Würden Sie heute so manches anders machen?“, fragt Corinna Krupp weiter. „Das kann hoffentlich jeder von sich sagen,“ so die Antwort „sonst ist man nicht erwachsen geworden.“ Ob sie Beispiele nennen könne, hakt Corinna Krupp nach. Andreas Nahles sagt nur so viel: „Politische Fehler werden mich mein ganzes Leben beschäftigen.“ Sie müsse einen Umgang damit finden. Als Politikerin war sie bekannt für markige Sprüche, sagt Hermann Krupp. Und dafür, ihre Meinung zu sagen, die nicht überall gut ankam. „Mir laufen Zitate hinterher, die schon 20 Jahre alt sind“, antwortet sie. Der Fragesteller will es eher positiv sehen – immerhin bewies sie sich als Politikerin, die Kante zeigt. „Dachte ich auch“, sagt sie. Sie sieht sich als „absolut bodenständig“, so wie sie übrigens die meisten rheinland-pfälzischen Politiker sieht. Aber: Sie habe gelernt, das sind Eigenschaften, die in Wahrheit nicht gut funktionieren. Und manchmal habe sie sich gefragt, ob das, was an ihr kritisiert wurde, bei einem Mann vielleicht als „Qualitäten“ durchgegangen wäre. „Ich habe meine Erfahrungen gemacht.“ Müsste man nicht mehr Kante zeigen? „Nein“, antwortet Andrea Nahles. Wir leben in einer Zeit der political correctness. „Das kollidiert mit Kante.“ Vor zehn Jahren hätte sie die Frage wahrscheinlich anders beantwortet, mutmaßt Hermann Krupp. „Ja, aber die Politik verändert sich gerade extrem.“ Gab es für sie denn auch Vorbilder? Sicher, sie nennt ohne überlegen zu müssen Hans-Dieter Gassen und Gernot Mittler. Mit ihr waren die beiden nicht immer einer Meinung, aber sie sahen ihr Potential und förderten sie. „Das sind die Leute, die einen prägen.“

Corinna Krupp interessiert das Thema Gleichberechtigung. Andrea Nahles war als Politikerin ganz oben in ihrer Partei, zudem ist sie gläubige Katholikin. „Wie würden Sie die Rolle der Frau in den beiden Institutionen einschätzen?“ Gerade in der Politik habe sich in den letzten 30 Jahren viel verändert. Bei der SPD würden immerhin 42 Prozent der Mandate von Frauen besetzt. Dennoch sei die „informelle Macht sehr männlich“. Insgesamt sieht sie aber eine „positive Entwicklung“. In der Kirche tut sich bei uns einiges, aber es ist eben eine „Weltkirche“, sagt sie. Man muss Geduld haben und Vertrauen, dass sich etwas ändert. Hat sie einen Tipp für junge Frauen? Ja: „Nicht alles auf die Goldwaage legen!“ Und: „Haltet mehr zusammen!“


Dank an die Menschen im Wahlkreis


„Ihr Wahlkreis möchte wissen, was Sie vorhaben“, weiß Hermann Krupp. Die klare Antwort: „Ich weiß es nicht!“ Viele Politiker machten diesen Schritt nicht, weil man nicht wisse, was man dann mache. Sie sei in Gesprächen, sagt sie. Bleibt sie beruflich in der Eifel? „Wohl eher nicht.“ Die in ihrer Heimat so behaftete Andrea Nahles bedankt sich abschließend bei all den Menschen, die sie über die Jahre wählten. Wenn sie durch ihren Wahlkreis fahre, sehe sie, woran sie über die Jahre mitgearbeitet habe. Das bestärkt sie in der Gewissheit, dass man in der Politik doch etwas erreichen kann für die Menschen – dafür wird man immerhin gewählt.

Text/Fotos: pape

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17.10.2019 13:19 Uhr
Juri Kanzow

Sie war, trotz anderem Bemühen, nicht echt. Die Gossensprache der Frau Nahles kam unwirklich und gekünstelt herüber - und genau das ist eben nicht das Kennzeichen der echten Gossensprache. Die Frau wollte sich mit der Gossensprache bei den Kleinen Leuten anbiedern. Die aber durchschauten, dass da ein Emporkömmling es in die abgehobene Paukerkommune namens SPD-Führung geschafft hatte und in Wirklichkeit von oben herunter abwimmelte und vernebelte.

Den katastrophalen Druck, den die unkontrollierte Einwanderung auf die Kleinen Leute ausübte (ihre bezahlbaren Wohnungen fast weg, ungekannter Konkurrenzkampf um schlecht bezahlte Arbeitsplätze trotz Mindestlohn, Sozialleistungen fast pari für deutsche Malocher und entlegene Einwanderer usw.) hat Frau Nahles konsequent in die rechte Ecke verschoben und das SPD-Desaster damit katalysiert.

Der Absturz ins Bodenlose geht für die Partei so lange weiter, wie die genannten Themen auf dem Verbots-Index der Partei stehen.



16.10.2019 05:37 Uhr
Wally Karl

Gott sei Dank!



15.10.2019 20:07 Uhr
Horst Daleki

Ich kenne seit ihrem 17 Lebensjahr sie hat am Ende
richtig gemacht leider hat sie meine Wahrung vor den Schmarotzer und Schleimer nicht wahrgenommen.



15.10.2019 15:21 Uhr
Peter Stäblein

Lieber Herr Klasen, "harte Arbeit" ist immer aber auch eine Sache der ( subjektiven) Definition. Immerhin kommt Andrea Nahles aus einfachen Verhältnissen und hat durch zumindest "nicht ganz einfach Arbeit" etwas erreicht. Ich erinnere da beispielsweise an den Mindestlohn und an die Rente mit 63 nach 45 Jahren Beitragszahlung. Das ist u.a. der Verdienst von Andrea Nahles und dafür darf man ihr danken- insbesondere wenn man wie ich, aus einfachen Verhältnissen kommt. Sie hat die Reißleine gezogen und sich nun leider aus der Politik verabschiedet. Zweifelsfrei ist sie eine Frau mit positiven und negativen Eigenschaften, ein Mensch mit Ecken und Kanten. Aber Politiker sind auch "nur" Menschen- wie Du und ich.



15.10.2019 13:57 Uhr
Susanne Prill

Wie kommen Sie darauf, dass Politik keine harte Arbeit wäre? 44 Gesetze hat sich durch den Bundestag gebracht.
Auf Grundlage von immer unvollständigen Informationen Entscheidungen zu fällen, mit Gegenwind und auch Mobbing zu leben, immer wieder das Gesicht hinzuhalten, all das verbinde ich mit Frau Nahles. Großer Respekt dafür!



15.10.2019 13:31 Uhr
Norbert Tagmann

@Uwe Klasen Dann haben Sie nicht die geringste Ahnung davon, was ein hochrangiger Berufspolitiker leistet und wie viele Stunden er Arbeitet. Hinzu kommt die ständige Pendelei und die permanente Verächtligmachung von Verlierer wie Ihnen.



15.10.2019 09:04 Uhr
Armin Linden

Andrea Nahles (SPD), hat dieser Region gut getan. Sie hat viel bewirkt für den kleinen, inhaltlichen AW-Kreis. Außer Rentnern Rollatoren & Pflege, ist hier mittlerweile "Totes Land". Nur die CDU, hat die Realität noch nicht geschnallt. Aber das Wake-Up, kommt da noch. Fr. Andrea Nahles war "Impulsiv & Frisch". Das tat gut. Eine jederzeit "Hilfsbereite" Frau mit Kinderstube ! In allen Themen gut bewandert ! Trotz "Bätschi". Schade, diese Frauen fehlen überall.



14.10.2019 19:34 Uhr
Uwe Klasen

. „Durch harte Arbeit.“--- Etwas was Frau Nahles in ihrem bisherigen Leben als Berufspolitikerin und, vor allem anderen, treue Parteisoldatin, nicht kennen gelernt hat!



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Kommentare

Keine neue Infektion mit dem Coronavirus

juergen mueller:
KEIN Grund für Euphorie!!! Das Problem ist nicht, dass sich jeder auf politisch gesteuertes Handeln und Entscheidungen verlässt, sondern, dass ihm selbst das eigene Denken abhandengekommen ist, bzw. genommen wird. Sich alleine auf politisches Denken zu verlassen, ist einer der größten Fehler der Menschheitsgeschichte, was wir allzugerne vergessen. Das Abhandenkommen selbstständiges Denken ist nach wie vor eine Aufgabe, die sich vermeintlich politisch Verantwortliche gestellt haben.Wer dem nicht nachkommt,wird diskretitiert, in`s Abseits gestellt, für nicht vollgenommen. Kein Einzelfall, wie man am Beispiel der Bürgerinitiative RÜBENACH sieht,die sich seit Jahrzehnten gegen eine übermäßige Verkehrsbelastung RÜBENACH u.eine Erweiterung des GVZ A61/A48 stemmt - mit kleinen Erfolgen,die m.E. überbewertet werden,Erfolge, die sich in den nächsten Jahren stadtpolitischer Wirtschaftsförderung zeigen werden.Die BI Rübenach wird dies wegen Überalterung,fehlendem Nachwuchs NICHT mehr erleben.
Jean Seligmann:
Am 17.03.2020 gab Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) das unrealistische Regierungsversprechen: "Kein Arbeitsplatz geht wegen Coronakrise verloren!"
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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