Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) im Gespräch mit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe (ÖFH)

Deutschland benötigt ein modernes Einwanderungsgesetz

Deutschland benötigt ein
modernes Einwanderungsgesetz

In der letzten Woche trafen sich Vertreter der ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e. V. (ÖFH) und die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller.Foto: privat

19.10.2021 - 10:32

Region. In der letzten Woche trafen sich Vertreter der ökumenischen Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e. V. (ÖFH) und die SPD-Landtagsabgeordnete Susanne Müller. In dem Gespräch informierte sich die Landtagsabgeordnete zur Situation der in der Region lebenden AsylbewerberInnen und Flüchtenden, Familien und Einzelpersonen. Die Ökumenische Flüchtlingshilfe im Kreis Ahrweiler hilft den in der Region lebenden Asylbewerbern und Geflüchteten.


Werner Rex (Vorsitzender), Hans-Joachim Dedenbach, Sarah Esser und Imad Mardo berichteten aus ihrer Arbeit im Kreis. Besonders herausfordernd waren die Jahre 2015 und folgende, als ein Großteil der Flüchtenden aus Syrien nach Deutschland flohen. Insgesamt kamen 2015 1.102 Asylsuchende in den Kreis Ahrweiler. Die Zahl ging im Jahr 2019 auf 179 Geflüchtete zurück, während im ersten Halbjahr 2021 70 Neuzuweisungen zu verzeichnen waren. Die ökumenische Flüchtlingshilfe steht allen HelferInnen und Ehrenamtlichen dieser Personengruppe zur Seite. Die Themen reichen von Familienzusammenführung, Anerkennung von Berufsabschlüssen, Unterstützung bei der beruflichen Integration, Aufenthaltsgenehmigungen, Sprachkursen, und Wohnungssuche.

Man war sich einig, dass vor allem die bisherige Asyl- und Migrationspolitik Deutschlands für viele Flüchtende Erschwernisse mit sich bringt. Deutschland benötigt ein modernes Einwanderungsgesetz (auf Basis des jährlichen Arbeitskräftebedarfes), das die Einbürgerung erleichtern könne. Wenn Menschen in den Arbeitsmarkt integriert sind, oder deren Qualifizierung in den Arbeitskräftebedarf passt, dann sollte auch die weitere Integration ohne Flüchtlingsanerkennung möglich sein. Natürlich müssen die Möglichkeiten, über ein rechtssicheres, faires und transparentes Asylverfahren den Flüchtlingsstatus zu beantragen, erhalten bleiben.

Auch der Zugang zu Sprachkursen ist - besonders in Corona-Zeiten - teilweise schwierig, ist aber unverzichtbar für eine Integration in die Gesellschaft und für die gesellschaftliche Teilhabe.

Besonders hervorzuheben ist das Projekt „PFIFFIG“ der ökumenischen Flüchtlingshilfe. Für das Projekt bekam der Verein 2020 den Integrationspreis des Landes RLP als vorbildliches „Best-Practice“-Beispiel in der Kategorie „Wurzeln schlagen – in zwei Kulturen“. In diesem Projekt werden ehemals unbegleitete minderjährige Asylbewerber mit einer handwerklichen Ausbildung als Fachkräfte in Firmen der Region integriert und dabei von dem Verein unterstützt. Susanne Müller ist dankbar für das ehrenamtliche Engagement: „Das ist ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und gegen Fremdenfeindlichkeit – schließlich kann sich niemand aussuchen, in welchem Land und unter welchen Bedingungen er/sie geboren wird“, so Susanne Müller. Die Landtagsabgeordnete möchte die ÖFH gern in Zukunft begleiten und unterstützen.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro

Susanne Müller, MdL (SPD)

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Corona-Schutzimpfung: Impfbus rollt jetzt täglich durch den Kreis

Impfbus im Kreis Ahrweiler: Alle Termine im Dezember im Überblick

Kreis Ahrweiler. Auch im Kreis Ahrweiler steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen deutlich an. Neuinfektionen und schwere Verläufe sind vor allem bei Ungeimpften zu verzeichnen. Neben Abstand, Masken und Tests sind Impfungen das wichtigste Mittel zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund appelliert der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL, mit Nachdruck an die Bevölkerung, die Angebote für eine Corona-Schutzimpfung im Kreis wahrzunehmen. mehr...

Bunter Kreis Rheinland

Die Geschichte von Lia Löwenherz

Bonn. Kathrin und ihr Mann Norman freuen sich riesig auf ihr erstes Kind. Lia soll das kleine Mädchen heißen. Der Name bedeutet soviel wie: Löwin. Dabei ahnen sie damals noch gar nicht, wie sehr ihre kleine Tochter einmal kämpfen muss. An einem Freitag im März gehen sie zum Organscreening. Zunächst scheint alles in Ordnung, doch plötzlich wirkt die Ärztin beunruhigt. Irgendetwas stimmt nicht. Sie vermutet einen schweren Herzfehler und überweist die Familie sofort in die Uniklinik nach Bonn. mehr...

Lesen Sie Jetzt:
solidAHRität Shop
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

Kommentare
Gabriele Friedrich:
Was soll denn einer noch dazu sagen? Unfassbar wieder und ebenso erneut bewiesen, das in diesem Land alte Menschen nicht betreut sind und nicht genügend nach ihnen gesehen wird. Das alte Menschen auch Altersstur sein können ist bekannt, aber mit viel Geduld kann man eben auch etwas erreichen. Da hat...
Gabriele Friedrich:
Das ist ja zum totlachen. Ein Blaulicht kann man überall kaufen, das Internet bietet alles, was Bekloppte gebrauchen können. Und keiner hat sich das Kennzeichen gemerkt ? Jeder Deutsche weiß wie unsere Polizeiautos aussehen. In dem Moment wo ich bedrängt werde, wähle ich die 110 und dann ist die...
Gabriele Friedrich:
Der Kassierer an der Tankstelle hätte das ebenso merken müssen. Hat er Angst gehabt...das der Kunde gewalttätig wird ? Angst ist ein schlechter Begleiter. Der Fahrer war schon Sternhagelvoll als er bezahlt hat. Grundsätzlich haben in einer Tankstelle 2 Leute !!! zu arbeiten- wann kapieren die Besitzer...
 

Firma eintragen und Reichweite erhöhen!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen