Präzisionsarbeit der Brückenbauer des THW

Die neue Brücke für Radfahrer über die Ahrmündung steht

27.09.2022 - 11:26

Sinzig. Die neue Brücke für Radfahrer über die Ahrmündung steht. Die Brückenbauer des THW leisteten am Sonntagmorgen Präzisionsarbeit, die voll im Zeitplan lag. Mit einem riesigen Kran wurde die neue 40 Meter lange Brücke, die insgesamt 40 Tonnen wiegt, präzise auf die neu gebauten Fundamente eingehoben. Die Arbeiten der Brückenbauer des Technischen Hilfswerks wurden dabei trotz der frühen Stunde am Sonntagmorgen ab 9 Uhr von zahlreichen Kiebitzen verfolgt. Mit vor Ort nicht nur Sinzig Bürgermeister Andreas Geron, sondern auch Thomas Weimer (Verbindungsbüro kommunaler Wiederaufbau), Präsident Wolfgang Treis von Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord sowie Andreas Thelen und Silke Rothenberger vom LBM, sowie Sofia Lunnebach von der Sinziger Gesellschaft für Wiederaufbau und Innovation. Aber auch zahlreiche Sinziger Kommunalpolitiker verfolgten den Schwebeweg der neuen provisorischen Brückenkonstruktion. Die hatten die Jungs und Mädels des THW in der vergangenen Woche auf Kripper Seite montiert. Die Brückenteile waren übrigens bereits im Frühjahr zusammen mit denen des Christinensteges aus England angeliefert worden.

Besondere Schwierigkeit: der Aufbau und der Einhub der Brücke samt Zufahrten und Baustelle liegen mitten im Naturschutzgebiet Ahrmündung. Da bedurfte es viele vorbereitende Arbeiten und auch vieler Absprache mit den entsprechenden Fachbehörden.

Und natürlich muss auch über Geld geredet werden: Denn die neue Brücke wird rund 500.000 Euro kosten. 200.000 Euro für die Brücke selbst und rund 300.000 Euro für den Bau der Rampen und die Sanierung des Rheinradweges auf Sinziger Seite. Die Kosten werden zunächst einmal von der Stadt Sinzig vorfinanziert und anschließend über den Wiederaufbaufonds des Landes erstattet.

Damit ist der Fernradweg auf der linken Rheinseite theoretisch wieder komplett befahrbar. Zum Hintergrund: die alte Mündungsbrücke aus Bongossi-Holz war bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 zerstört worden. In der Praxis wird es allerdings noch etwas dauern, bis die ersten Radler die Brücke passieren können. Relativ einfach dürfte es für die Brückenbauer des THW sein die noch fehlenden Böden der Brücke und Anbauteile zu montieren. Etwas länger dürfte es dauern die Anrampungen für die rund 1 Meter höher liegenden Brückenfundamente zu realisieren und auf Sinziger Seite müssen auch noch einige 100 Meter Rheinradweg saniert und neu gebaut werden. Auf einen ganz konkreten Termin für die Freigabe der Brücke wollten sich die Verantwortlichen noch nicht einlassen. Aber wann gab sich optimistisch die anstehenden Arbeiten in dem beim Brückenbau an den Tag gelegten Rekordtempo ebenfalls realisieren zu können.

Bei aller Freude über den Brückenschlag: bei der neuen Stahlkonstruktion handelt es sich zunächst einmal um ein Provisorium. Wie lange dies am europäischen Radfernweg entlang des Rheins im Dienst bleibt, steht in den Sternen. Erste Überlegungen für einen Brückenneubau sind angelaufen. Und auch über die Verwendung der Trümmer der alten Bongossi-Brücke wird noch diskutiert. Die liegen noch ganz in der Nähe des Provisoriums und daraus könnte möglicherweise ein Mahnmal zur Flut entstehen. Im Sinziger Ortsbeirat sollen zeitnah erste Ideen diskutiert werden. BL

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juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
juergen mueller:
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