Erwin Rüddel vermisst vom Land eine klare Aussage zum Karneval

25.09.2020 - 11:51

Kreis Neuwied. „Ich bin selbst aktiver Karnevalist und trete nachhaltig für das rheinische Brauchtum ein. Die Corona-Pandemie hat aber auch den normalen Ablauf der bevorstehenden Karnevalssession durchkreuzt. Die Gesundheit steht über allem, auch über dem närrischen Treiben. Was aber bislang fehlt, ist eine klare Aussage der SPD-geführten Landesregierung“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Als Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag und als Bezirksvorsitzender der Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK) bezieht der Politiker konsequent Stellung, zu dem, was er von der Mainzer Landesregierung vermisst und ihr, mit dem Hinweis aufs Nachbarland Nordrhein-Westfalen, ankreidet.

„NRW macht es richtig, indem es Karnevalsveranstaltungen in Zeiten der Pandemie absagt und fürs Ehrenamt einen Rettungsschirm „aufspannt“, der aber noch erweitert werden muss für die Künstler. Generell ist festzuhalten, dass nur, wenn politisch klar Stellung bezogen wird und Karnevalsveranstaltungen offiziell abgesagt werden, insbesondere die ehrenamtlich tätigen Vereine kündigen und finanzielle Risiken ausschließen können. Hierbei gilt es aber nicht nur die Vereine, sondern eben auch die Künstler zu sehen“, argumentiert der Parlamentarier.

Ganz anders bewertet Rüddel die Situation in Rheinland-Pfalz: „Das Land unter Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) duckt sich weg. Das ist ein politischer Totalausfall, der keine Orientierung fürs Ehrenamt sowie keinen Rettungsschirm für die Vereine und Künstler bietet.“

Die SPD-geführte Landesregierung offenbare statt Lösungen, abermals einen Schlingerkurs. „Deshalb fordere ich, beispielnehmend an NRW, das Land auf, jetzt endlich zu handeln, zum Schutz von Gesundheit und Brauchtum. Vielleicht feiern wir mit einem Impfstoff im kommenden Frühjahr den Karneval nach“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB (CDU)

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25.09.2020 12:44 Uhr
juergen mueller

Ja, Herr Rüddel. das ist ja mal wieder eine hochstilisierende CDU-Büttenrede.
Mit einem Impfstoff im Frühjahr Karneval nachfeiern. Haben Sie keine anderen Probleme?
Und wenn, dann können Sie sich ja als einer der Ersten zum Impfen zur Verfügung stellen.
Ausgerechnet NRW, das Ländle Ihres Parteikollegen Laschet, der in der Vergangenheit mehr durch fragwürdige Aussagen und Entscheidungen zu CORONA entgegen der Sachlage durch fehlende konkrete, konsequente Maßnahmen aufgefallen ist, als Vorbild herauszustellen, entspricht gerade dem Schlingerkurs, dessen sich die Politik gerne bedient ... und das schließt Sie mit ein.



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Kommentare
Michael Gerz:
Und niemand der abgelichteten Herrschaften trägt einen Mund-Nasenschutz! Weiter so!
Gabriele Friedrich:
Und wo ist das unbürokratisch ? Führungszeugnis- selber zahlen Kurs auch selber zahlen? Wer macht das? Keiner !
S. Schmidt:
Hey Juergen, hier noch mehr Wissenschaft, hilft vielleicht: Prousa, D. (2020). Studie zu psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen. Das Fazit dieser Studie: MNS = Katastrophe!
juergen mueller:
Corona in China - viele offene Fragen.Ihre Schlussfolgerung ist mehr als schädlich u.nicht nachahmenswert.China ist ein Überwachungs- u.Polizeistaat.Die Angst in China vor einem Neu-Ausbruch ist groß,Bewohner dürfen bestimmte Gebiete nicht verlassen.Das gleiche gilt für Japan.Woher Sie ihren (falschen) Optimismus nehmen,bleibt Ihnen überlassen.Ihre Verharmlosung ist kontraproduktiv u.schlägt sich in einem Egoismus nieder,der unsere Gesellschaft immer mehr auszeichnet.Politisch verordnete Maßnahmen u.Einschränkungen sind nicht das Allheilmittel,sondern ein Versuch,etwas in den Griff zu bekommen,mit dem man es bisher noch nie zu tun hatte,dem man im wahrsten Sinne des Wortes fast hilflos gegenübersteht.Anstatt Klugscheißerei zu betreiben u.andere Länder als beispielhaft zu zitieren,sollten Sie sich auf das konzentrieren u.akzeptieren,was bei UNS von Nöten ist.Akzeptieren SIE,Herr Schmidt,dass wir uns hier in Deutschland befinden,halten SIE sich an verordnete Maßnahmen oder reisen SIE aus
S. Schmidt:
Die Indizien dafür, dass ein Lockdown mehr schadet, als dass er zum Guten wendet, sie mehren sich. Die neueste Studie dazu aus Japan, Hibino et al. (2020), zeigt, dass ein Lockdown nicht nur überflüssig, sondern schädlich ist. In Japan gab es zu keinem Zeitpunkt einen Lockdown. D.h. Arbeitsplätze blieben geöffnet, ÖPNV wie eh und je, keine Einschränkung des sozialen Lebens, Restaurants, Fitness-Studios etc. blieben geöffnet, das öffentliche Leben hat in diesem Jahr in Japan weitgehend ungestört von SARS-CoV-2 funktioniert. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, das seit Beginn der Pandemie 96.534 Japaner positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. 1.711 Japaner sind an COVID-19 verstorben und Japan hat ca. 126 Millionen Einwohner!
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