Vertreter aus Bad Hönningen und Rheinbrohl besprachen Bahnprobleme

Kommunalpolitiker fordern von der Bahn flächendeckenden Halbstundentakt

Bahnsteige in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen sollen angepasst werden

Kommunalpolitiker fordern von der Bahn
flächendeckenden Halbstundentakt

Am Bahnhof in Bad Hönningen trafen sich Landrat Achim Hallerbach (rechts), der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert (3.v.l.), der Beauftragte für die Verbandsgemeinde Bad Hönningen, Reiner W. Schmitz (2.v.r.), der Beigeordnete der Stadt Bad Hönningen, Werner Lahme (links), und der 1. Beigeordnete der Ortsgemeinde Rheinbrohl, Jan Ermtraud (3.v.r.), um sich beim Verbandsdirektor des SPNV-Nord (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord), Thorsten Müller (2.v.l.) über die Perspektiven des Fahrplans und der Stationen in der Verbandsgemeinde zu informieren.

25.09.2020 - 13:42

Die alten und zu niedrigen Bahnsteige in Bad Hönningen sollen nun endlich einem Neubau weichen. Dies war eine der Hauptbotschaften. Die DB Stationen & Service hat signalisiert, den Umbau im Rahmen eines neuen limitierten Sondertopfs für niedrige Bahnsteige umsetzen zu können. Im Idealfall kann 2024 die Inbetriebnahme erfolgen. Die langjährige Erfahrung der Kommunalpolitiker, auch gerade mit dieser Modernisierung, die ersten Gespräche reichen ins Jahr 1999 zurück, legt hier jedoch eine gewisse Vorsicht an den Tag. Auch die beiden Stationen in Rheinbrohl und Leutesdorf sollen modernisiert werden, jedoch einige Jahre später. Damit bekommen alle drei Stationen der Verbandsgemeinde moderne Bahnsteige mit 76 cm Höhe. In die Fahrzeuge der RE 8 und der RB 27 kann man dann barrierefrei einsteigen. Den Bahnsteig 1 in Bad Hönningen kann man heute schon vom Bahnhofsplatz bequem barrierefrei erreichen, nach dem Umbau soll dann auch der Mittelbahnsteig barrierefrei erreichbar sein. Rund 1200 Menschen steigen täglich in Bad Hönningen ein und aus.

„Bad Hönningen hat sowohl nach Köln als auch nach Koblenz einen bequemen 30 Minuten-Takt. Leider fahren seit Fahrplanwechsel im Dezember 2019 die Züge der RB 27 aber nicht mehr direkt nach Koblenz-Stadtmitte, sondern über Ehrenbreitstein von Süden kommend in den Koblenzer Hauptbahnhof. Die Kommunalpolitiker wünschen an allen Stationen zwei Züge pro Stunde“, stellte Michael Mahlert fest.

Verbandsdirektor Müller versicherte: „Das Team des SPNV-Nord arbeitet gemeinsam mit DB Regio als Verkehrsunternehmen und DB Netz als Infrastrukturbetreiber an einem gangbaren Fahrplan. Eine Lösung ist aber noch nicht gefunden. Einen kleinen Lichtblick wird es geben während der Renovierung des Horchheimer Tunnels von August 2021 bis März 2023. Dann werden beide Linien in Neuwied direkt über die Urmitzer Brücke Koblenz Hauptbahnhof anfahren, so dass die RB 27 dann auch in Koblenz-Stadtmitte halten kann. So schön wie diese Lösung für die Reisenden nördlich von Neuwied ist, so nachteilig ist das jedoch für die Reisenden südlich von Neuwied, so dass dies keine Dauerlösung sein kann. Der SPNV-Nord sucht also mit den Partnern immer noch an einer nachhaltigen Fahrplanlösung. Und für Rheinbrohl kann ich mitteilen, dass hier die Bahnsteige wie in Leutesdorf erneuert werden.“

„Die Situation, sowohl was die Barrierefreiheit als auch den flächendeckenden Halbstundentakt der Bahnhöfe an der Rheinstrecke im Landkreis Neuwied angeht, bleibt unbefriedigend wegen der langen Zeitfenster. Hier gilt es weiterhin, mit allen Beteiligten am Ball zu bleiben, um Druck auf die Deutsche Bahn auszuüben. Mit Verbandsdirektor Thorsten Müller haben wir einen engagierten Mitstreiter an der Seite des Landkreises Neuwied“, betonte Landrat Achim Hallerbach.

Reiner W. Schmitz wies auf die bereits im Jahre 2018 vorgestellte Machbarkeitsstudie der DB Station Station&Service über die die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs Bad Hönningen hin, für die in der laufenden Rahmenvereinbarung mit einem Kostenvolumen von ca. 7,6 Mio Euro gerechnet wird. Da auch diese Maßnahme eine Erhöhung der Bahnsteige erforderlich macht, wäre es sinnvoll, die beiden Maßnahmen zu kombinieren. „Ich hoffe, dass die eine Maßnahme nicht die Umsetzung der zweiten noch weiter in die Zukunft verschiebt“, meinte Schmitz.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben mich als 1. Beigeordneten der Ortsgemeinde Rheinbrohl auf erhebliche Probleme beim Ein- und Aussteigen aufgrund der Einstiegshöhe angesprochen. Ein weiteres Thema ist die fehlende Barrierefreiheit der Bahnhöfe. Im derzeitigen Zustand ist die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für viele nicht möglich“, so Jan Ermtraud.

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Kommentare
Michael Gerz:
Und niemand der abgelichteten Herrschaften trägt einen Mund-Nasenschutz! Weiter so!
Gabriele Friedrich:
Und wo ist das unbürokratisch ? Führungszeugnis- selber zahlen Kurs auch selber zahlen? Wer macht das? Keiner !
S. Schmidt:
Hey Juergen, hier noch mehr Wissenschaft, hilft vielleicht: Prousa, D. (2020). Studie zu psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen. Das Fazit dieser Studie: MNS = Katastrophe!
juergen mueller:
Corona in China - viele offene Fragen.Ihre Schlussfolgerung ist mehr als schädlich u.nicht nachahmenswert.China ist ein Überwachungs- u.Polizeistaat.Die Angst in China vor einem Neu-Ausbruch ist groß,Bewohner dürfen bestimmte Gebiete nicht verlassen.Das gleiche gilt für Japan.Woher Sie ihren (falschen) Optimismus nehmen,bleibt Ihnen überlassen.Ihre Verharmlosung ist kontraproduktiv u.schlägt sich in einem Egoismus nieder,der unsere Gesellschaft immer mehr auszeichnet.Politisch verordnete Maßnahmen u.Einschränkungen sind nicht das Allheilmittel,sondern ein Versuch,etwas in den Griff zu bekommen,mit dem man es bisher noch nie zu tun hatte,dem man im wahrsten Sinne des Wortes fast hilflos gegenübersteht.Anstatt Klugscheißerei zu betreiben u.andere Länder als beispielhaft zu zitieren,sollten Sie sich auf das konzentrieren u.akzeptieren,was bei UNS von Nöten ist.Akzeptieren SIE,Herr Schmidt,dass wir uns hier in Deutschland befinden,halten SIE sich an verordnete Maßnahmen oder reisen SIE aus
S. Schmidt:
Die Indizien dafür, dass ein Lockdown mehr schadet, als dass er zum Guten wendet, sie mehren sich. Die neueste Studie dazu aus Japan, Hibino et al. (2020), zeigt, dass ein Lockdown nicht nur überflüssig, sondern schädlich ist. In Japan gab es zu keinem Zeitpunkt einen Lockdown. D.h. Arbeitsplätze blieben geöffnet, ÖPNV wie eh und je, keine Einschränkung des sozialen Lebens, Restaurants, Fitness-Studios etc. blieben geöffnet, das öffentliche Leben hat in diesem Jahr in Japan weitgehend ungestört von SARS-CoV-2 funktioniert. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, das seit Beginn der Pandemie 96.534 Japaner positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. 1.711 Japaner sind an COVID-19 verstorben und Japan hat ca. 126 Millionen Einwohner!
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