Verkehrsberuhigung in Koblenz-Arenberg/Immendorf durchgesetzt

„Lieber ein paar Schilder mehr als keine“

„Lieber ein paar Schilder mehr als keine“

In der Pfarrer-Kraus-Straße der Gemeinde Koblenz-Arenberg/Immendorf, gilt nun über einen weiten Teil der Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.Foto: privat

19.10.2021 - 08:14

Koblenz. In der Pfarrer-Kraus-Straße der Gemeinde Koblenz-Arenberg/Immendorf, gilt nun über einen weiten Teil der Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern.


Kurz nach Amtsantritt des damals neu gewählten Ortsvorsteher Tim Josef Michels, forderte Herr Volker Seuferle mittels einer Unterschriftenaktion, die Einführung einer 30er Zone in der Pfarrer-Kraus-Straße. Das Vorhaben wurde damals von der Verwaltung abgelehnt. Die Ablehnung wurde dem amtierenden Ortsvorsteher bekannt gegeben.

Als Reaktion darauf trafen sich der Ortsvorsteher und die Ortsbeiräte von Arenberg / Immendorf mit dem Intendanten, um die betroffene Straße in Begleitung der Verwaltung zu begehen. Nach erneuter Ablehnung kam es zu einigen Folgediskussionen. Man verständigte sich mit der Verwaltung darauf, die Verkehrsverordnung im Hinblick auf die Möglichkeiten einer Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h zu prüfen. Als potenzielle Lösung des Problems kam eine besondere Regelung in Betracht, welche es ermöglicht, dass die Höchstgeschwindigkeit vor besonders gefährlichen Stellen (u.a. vor Kindergärten, Schulen, Altenheimen) auf eine Länge von 150 Metern straßenaufwärts und straßenabwärts reduziert werden kann.

Der Vorschlag stellte ein geeignetes Mittel dar, um der ursprünglichen Zielsetzung zu entsprechen. Zwar wird hierbei nicht die gesamte Straßenlänge abgedeckt, es kommt aber an den für die Verkehrssicherheit prekären Stellen zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit.

Aufgrund dieser Abwägung und der Tatsache, dass es sich bei der Option um den derzeit einzigen, juristisch durchsetzbaren Kompromiss handelt, stimmte der Ortsvorsteher Tim Josef Michels dem Vorschlag zu.

Es sind laut Ortsvorsteher auch ein paar Schilder mehr geworden als ursprünglich geplant, allerdings so die Meinung des Ortsvorstehers und Teile des Ortsbeirates: „Lieber ein paar Schilder mehr, die Kinder, ältere Menschen und auch Fahrradfahrer schützen als keine“. Das nächste Ziel der Ortsbeiräte und des Ortsvorstehers ist die 30 Km/h-Begrenzung bis zur Ecke Silberstraße auszuweiten und die Uhrzeitbegrenzung von 6 - 22 Uhr aufheben zu lassen. In diesem Bereich ist auch viel Verkehr und hier kreuzen viele Kindergarten und Schulkinder die Straße. „Auch wenn es sich erstmal nur um einen Teilerfolg handelt, sind wir dankbar für den Einsatz und die Umsetzung unserer Verkehrssicherungsbehörde und des Tiefbauamtes“, kommentiert der Ortsvorsteher Michels.

Pressemitteilung

Tim Josef Michels, Ortsvorsteher Arenberg/Immendorf

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Kommentare
Lutzd:
Sollte man laut unserer stvo nicht an einem mit Warnblinkern stehenden Bus maximal mit Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren? Wenn man da so flott war das man sich einen Reifen kaputt fährt sollte die Frau vielleicht entsprechendes Bußgeld auferlegt bekommen. Wenn der Bus das Fahrzeug ja scheinbar übersehen...
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