Corona im Kreis Neuwied

Nach Hochzeitsfeier häufen sich Positivfälle

200 Personen müssen jetzt getestet werden

Nach Hochzeitsfeier häufen sich Positivfälle

Quelle: Pixabay/tumisu

25.09.2020 - 14:39

Kreis Neuwied. Nach einer türkischen Hochzeit häufen sich die Positivfälle im Kreis Neuwied. Mittlerweile liegen positive Testergebnisse von mehr als 20 Personen aus dem Landkreis Neuwied vor, welche alle auf die private Feier vom 12. September zurückzuführen sind. Landrat Achim Hallerbach ist über die Situation sehr verärgert: „Große Feiern ohne entsprechende Abstände und Hygienemaßnahmen sind derzeit nicht akzeptabel. Wir können kein zweites Hamm gebrauchen und werden diese Fahrlässigkeit nicht tolerieren.“

Erste Positivfälle wurden am 19. September beim Gesundheitsamt Neuwied registriert und sofort umfangreiche Kontaktermittlungen eingeleitet. Die Ermittlung der Kontaktpersonen gestaltete sich allerdings sehr schwer, denn es lag nur eine handgeschriebene Gästeliste vor. Zudem bestehen sprachliche Barrieren. Durch die Positivfälle ist neben zwei Schulklassen auch die AWO Seniorenresidenz Neuwied betroffen. Heute wurde ein positives Ergebnis einer Mitarbeiterin des Seniorenzentrum registriert. Der betroffene Wohnbereich ist in Quarantäne versetzt und es erfolgen nun Testungen von rund 200 Personen. „Durch eine private Feier häufen sich die Positivfälle, und dies nur, weil sich nicht an die Regeln gehalten wurde. Die Mitarbeiter im Gesundheitsamt arbeiten mit Hochdruck daran, die Infektionsketten zu ermitteln und zu stoppen,“ so der Landrat weiter.

Insgesamt wurden am Freitag 17 neue Fälle im Kreis Neuwied registriert. Hierdurch betroffen sind auch drei Schulen. An der David-Roentgen Schule wurden 70 Kontaktpersonen, an der Ludwig Erhard Schule 25 Personen und am Rhein-Wied Gymnasium 60 Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt ermittelt und in Quarantäne versetzt. Die Testungen der Kontaktpersonen erfolgen zeitnah. In der Fieberambulanz Neuwied wurden heute 93 Personen getestet. Insgesamt wurden in dieser Woche 724 Personen in der Fieberambulanz getestet. Insgesamt sind damit jetzt 407 (+17) Fälle positiv getestet, 341 konnten aus der Quarantäne entlassen werden, vier Tote sind zu beklagen und 66 Personen befinden sich derzeit in Quarantäne.

Pressemitteilung Krisenstab der Kreisverwaltung

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Kommentare
Michael Gerz:
Und niemand der abgelichteten Herrschaften trägt einen Mund-Nasenschutz! Weiter so!
Gabriele Friedrich:
Und wo ist das unbürokratisch ? Führungszeugnis- selber zahlen Kurs auch selber zahlen? Wer macht das? Keiner !
S. Schmidt:
Hey Juergen, hier noch mehr Wissenschaft, hilft vielleicht: Prousa, D. (2020). Studie zu psychischen und psychovegetativen Beschwerden mit den aktuellen Mund-Nasenschutz-Verordnungen. Das Fazit dieser Studie: MNS = Katastrophe!
juergen mueller:
Corona in China - viele offene Fragen.Ihre Schlussfolgerung ist mehr als schädlich u.nicht nachahmenswert.China ist ein Überwachungs- u.Polizeistaat.Die Angst in China vor einem Neu-Ausbruch ist groß,Bewohner dürfen bestimmte Gebiete nicht verlassen.Das gleiche gilt für Japan.Woher Sie ihren (falschen) Optimismus nehmen,bleibt Ihnen überlassen.Ihre Verharmlosung ist kontraproduktiv u.schlägt sich in einem Egoismus nieder,der unsere Gesellschaft immer mehr auszeichnet.Politisch verordnete Maßnahmen u.Einschränkungen sind nicht das Allheilmittel,sondern ein Versuch,etwas in den Griff zu bekommen,mit dem man es bisher noch nie zu tun hatte,dem man im wahrsten Sinne des Wortes fast hilflos gegenübersteht.Anstatt Klugscheißerei zu betreiben u.andere Länder als beispielhaft zu zitieren,sollten Sie sich auf das konzentrieren u.akzeptieren,was bei UNS von Nöten ist.Akzeptieren SIE,Herr Schmidt,dass wir uns hier in Deutschland befinden,halten SIE sich an verordnete Maßnahmen oder reisen SIE aus
S. Schmidt:
Die Indizien dafür, dass ein Lockdown mehr schadet, als dass er zum Guten wendet, sie mehren sich. Die neueste Studie dazu aus Japan, Hibino et al. (2020), zeigt, dass ein Lockdown nicht nur überflüssig, sondern schädlich ist. In Japan gab es zu keinem Zeitpunkt einen Lockdown. D.h. Arbeitsplätze blieben geöffnet, ÖPNV wie eh und je, keine Einschränkung des sozialen Lebens, Restaurants, Fitness-Studios etc. blieben geöffnet, das öffentliche Leben hat in diesem Jahr in Japan weitgehend ungestört von SARS-CoV-2 funktioniert. Als Ergebnis bleibt festzuhalten, das seit Beginn der Pandemie 96.534 Japaner positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden. 1.711 Japaner sind an COVID-19 verstorben und Japan hat ca. 126 Millionen Einwohner!
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