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Erster Todesfall und 87 bestätigte Corona-Fälle im Kreis Neuwied

Planungen zur Sicherung der medizinischen Versorgung laufen

Planungen zur Sicherung
der medizinischen Versorgung laufen

Im Landkreis Neuwied gab es am Sonntag den ersten Corona-Todesfall zu registrieren. Foto: Technische Einsatzleitung Kreis Neuwied

24.03.2020 - 14:56

Kreis Neuwied. Im Landkreis Neuwied gab es am Sonntag den ersten Corona-Todesfall zu registrieren, die Anzahl der bestätigten Corona Infektionen ist auf 87 weiter angestiegen. Bei dem Todesfall handelt es sich um einen 93-jährigen Mann, der mit Vorerkrankung im DRK Krankenhaus Neuwied zur Behandlung war. Parallel laufen derzeit Planungen zur Sicherung der medizinischen Versorgung sowie die Sicherstellung von genügend Schutzkleidung. „Bei steigenden Zahlen von schwer Erkrankten, müssen wir mit den Krankenhäusern in enger Abstimmung stehen und den Betrieb sicherstellen,“ betont Landrat Achim Hallerbach. Krisenstab und Lagezentrum koordinieren im Hintergrund alle Maßnahmen und sorgen für eine weitere Betriebsfähigkeit der Fieberambulanz. „Immer wieder melden niedergelassene Ärzte einen Mangel an Schutzkleidung und dass keine ausreichende Versorgung über die Kassenärztliche Vereinigung erfolgt. In begrenzten Mengen kann über den Landkreis momentan ausgeholfen werden, da frühzeitig ein Zwischenlager eingerichtet wurde. Allerdings sind auch hier die Ressourcen knapp,“ erklärt Landrat Hallerbach.

Bund und Länder haben am Sonntag gemeinsam weitere einschränkende Maßnahmen beschlossen. Die neue Rechtsverordnung für Rheinland-Pfalz (3. Corona Bekämpfungs-Verordnung) wurde am Montag veröffentlicht. Sie wird alle bisherigen Rechtsverordnungen und Erlasse ersetzen. Die bisherigen Allgemeinen Verfügungen sind dann hinfällig, da alles in der neuen Rechtsverordnung zusammengeführt ist. Die neue Verordnung ist seit Montag um 24 Uhr in Kraft und gilt bis zum 19. April 2020.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind angehalten, die Kontakte außerhalb des Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren und einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen einzuhalten. Des Weiteren werden nun alle Gastronomiebetriebe geschlossen, mit Ausnahme von Lieferservice und Abholung. Auch werden Dienstleistungsbetriebe wie Friseure und Kosmetikstudios geschlossen. Es wird nochmal betont, dass Gruppen feiernder Menschen angesichts der ernsten Lage inakzeptabel sind.

Die Landesregierung kommt der Forderung der Landräte nach und hat ein Soforthilfeprogramm für die Kommunen mit einem Umfang von 100 Mio. Euro aufgelegt. Die Landräte begrüßen diese Hilfe und sind sich einig, dass auch für die Unternehmen ein schnelles Hilfsprogramm notwendig ist. Hierzu sind sie aktuell in enger Abstimmung mit der Landesregierung. „Unsere Unternehmen brauchen jetzt liquide Mittel und keine Kredite. Dies muss unbürokratisch und zeitnah erfolgen, vergleichbar wie in Bayern“, betont Landrat Hallerbach.

Die Fieberambulanz in Neuwied bleibt täglich von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Seit vergangenen Montag wurden bereits 660 Personen getestet. Dr. Corinna Trapp vom Neuwieder Gesundheitsamt weist aber nochmals darauf hin, dass in der Fieberambulanz keine Behandlung stattfindet, sondern nur der Test abgestrichen wird. Das Ergebnis des Tests wird anschließend unaufgefordert den Betroffenen persönlich oder per E-Mail durch das Gesundheitsamt mitgeteilt. Ein Anruf über die Corona-Hotline 02631 803888 ist hier nicht notwendig und dient der Entlastung der Hotline. „Wir bitten auch darum, den Notruf 112 nur für Notfälle zu nutzen und nicht für Rückfragen zu Corona-Themen“, so Pressesprecher Tim Wessel. Am Wochenende hatte es vermehrt Anrufe in den Rettungsleitstellen gegeben, da die Hotline vom ärztlichen Bereitschaftsdienst zeitweise überlastet war. Je nach Anrufaufkommen kann es bei den Hotlines zu längeren Wartezeiten kommen.

Aktuelle Informationen und Hinweise gibt es auch auf der Homepage der Kreisverwaltung (www.kreis-neuwied.de). Die Informationen werden bei Änderungen ständig aktualisiert.

Pressemitteilung

Technische Einsatzleitung

im Kreis Neuwied

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26.03.2020 12:24 Uhr
Jean Seligmann

Die Corona-Krise ist die Stunde der Nationalstaaten und deren Politiker die sich um die Belange IHRER Bevölkerung kümmern. Das übergeordnete Bürokratiemonster EU beweist in dieser Krise vor allem eins: Handlungsunfähigkeit. Beispiel? Italien bekommt Hilfe auf China, Russland und Kuba, die anderen EU-Staaten, einschließlich der Bürokraten in Brüssel, nahmen davon Abstand.



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Hilfen für Obdachlose

jueren mueller:
Und doch wäre es ein Akt der Humanität, christlich und sozial gedacht, wenn man der Aktion "Gabenzäune" eine Chance geben würde, zumal diese nur für eine begrenzte Zeit vonstatten ginge.Die von der Stadt als "zusätzlich" deklarierten Hilfen von Mampf u.Schachtel finden übrigens ganzjährlich als Normalität statt. Mir drängt sich der Verdacht auf,als wolle die Stadt nur von ihrem engstirnigen von endlosen Vorschriften behafteten Denken ablenken,da sie sich - es ist ja wieder Frühling - herausputzt ... da passen nun einmal "blaue Tüten" an öffentlichen Einrichtungen nicht in`s Bild - schon garnicht mit Menschen,die eh am Rande unserer Gesellschaft leben. Hinzukommt,dass man ja gerade in der jetzigen Krisenzeit allzu sehr mit sich selbst beschäftigt ist (wie aber ansonsten auch).
jueren mueller:
Da zeigt sich wieder dieser immerwährende sture Bürokratismus, der die Stadt fest im Griff hat. SONDERNUTZUNG!!! Was hier an einer NOTWENDIGKEIT in Krisenzeiten von Nöten ist bestimmt nicht der Bürokratismus,schon garnicht die Politik, sondern Menschlichkeit u.Hilfsbereitschaft. Großkotzige Reden führen,selbst satt sein u.im warmen hocken hat anderen noch nie geholfen. In diesen sogen.Tüten sind NICHT nur Lebensmittel,sondern auch (warme) Kleidung. Was hier die STADT mal wieder umtreibt ist ihr krankhafter Ordnungsfimmel,das Festhalten an Vorschriften.Schadet es z.b. dem Ansehen der STADT,wenn für eine begrenzte Zeit/Aktion auch an öffentlichen Zäunen "Hilfsartikel" hängen?Eine humanitäre Aktion u.Hilfe für diejenigen,die auf der Straße damit leben müssen,dass für sie nur noch eingeschränkt (oder garnicht) öffentliche Toiletten,Aufwärmmöglichkeiten u.Verpflegungsmöglichkeiten vorhanden sind. Das steht im Widerspruch zu den Phrasen von CDU/SPD christlich u.sozial zu handeln. Schämt EUCH
jueren mueller:
"WIR" - das Unwort des Jahres 2020 (nicht nur) der SPD. Dass die Corona-Krise Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat,dafür bedarf es keines gesonderten Hinweis der SPD.Es soll unter der Bevölkerung tatsächlich Menschen geben,die selbstständiges,realistisches Denken beherrschen. AUSSETZUNG der Gebühren für Außenbestuhlung/bei Wiedereröffnung Ermäßigung - AUSSETZUNG der Gebühren für Wochenmarktstände.Widersinniger können solche Gedankengänge nicht sein.In einer solchen existenzbedrohenden Situation Gebühren für etwas zu erheben,was überhaupt NICHT stattfindet rechtfertigt bereits den Fingerzeig,sich an den Kopf zu fühlen.Von Unterstützung kann hier wohl keine Rede sein.Nicht mögliche,sondern KONKRETE Maßnahmen sind gefragt.Die politische Arbeit des Rates ist eingeschränkt.Bedeutet dies auch für z.B.einen Fraktionsvorsitz,der monatlich 600 EURO erhält AUSSETZUNG oder ERMÄSSIGUNG?Ich glaube kaum,da man die fortlaufende Zuwendung ja damit begründet,dass die Arbeit ja weiter gehe.
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