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SPD Mayen-Koblenz

Sozialdemokraten starten gemeinsam in die neue Zeit

Sozialstaat, Bildung und Umwelt sind zentrale Themen

Sozialdemokraten starten gemeinsam in die neue Zeit

Marc Ruland, MdL, Dr. Anna Köbberling, MdL und Detlev Pilger, MdB unterstützen die Ziele der neuen Parteiführung. (v.l.n.r.)Foto: SPD Mayen-Koblenz

13.12.2019 - 11:07

Mayen-Koblenz. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat am 2. Adventswochenende ihren ordentlichen, dreitägigen Parteitag abgehalten. Dabei wurde das neue Vorsitzenden-Duo, das bereits eine Urabstimmung innerhalb der Partei erfolgreich bestritten hatte, von den Delegierten gewählt. Die neuen Vorsitzenden der SPD sind nun Norbert Walter-Borjans, von 2010 bis 2017 Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, und Saskia Esken aus Baden-Württemberg, seit 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. „Mit diesem Team haben wir das richtige Duo für die kommenden Herausforderungen gewählt. Es verbindet Erfahrung und neue Ideen“, wie die Vorsitzenden der SPD Koblenz und Mayen-Koblenz, Detlev Pilger, MdB und Marc Ruland, MdL, festhalten.

Daneben war die thematische Ausrichtung der Partei Schwerpunkt des Parteitages. Die Botschaft ist eindeutig: Der Sozialstaat muss reformiert werden. Hartz IV soll künftig durch ein Bürgergeld ersetzt werden. Leistungskürzungen der Jobcenter sollen auf ein Minimum beschränkt und in ihrem Umfang stark verringert werden. Die SPD steht zudem für eine deutliche Laufzeitverlängerung des ALG I sowie das Aussetzen der in diesem Rahmen stattfindenden Überprüfung von Vermögen und Wohnungsgröße für zwei Jahre. Wer Bürgergeld erhält, soll ein Recht auf Bildung und Weiterbildung erhalten. Wer dies in Anspruch nimmt, soll länger ALG I beziehen können.

Bundesweite Standards sollen die Bildungsqualität sichern. Mit einer Personaloffensive bei Lehrern und Erziehern soll Chancengleichheit ermöglicht werden. Dies sollen Bund, Länder und Kommunen zusammen solidarisch finanzieren.

Damit Pflege, die aus medizinischen Gründen erfolgt, künftig vollständig von den Krankenversicherungen übernommen werden kann, soll eine Bürgerversicherung die Unterschiede zwischen privat und gesetzlich versicherten im Bereich Pflege beenden. „Eine klassenlose Gesellschaft ist ein ursozialdemokratisches Anliegen. Jeder Mensch hat ein gesundes Leben verdient. Dass hierfür jeder die bestmögliche Unterstützung erhalten muss, ist selbstverständlich“, so Pilger und Ruland.

Gute Umweltentwicklungen und sozial verträglicher Klimaschutz waren der SPD schon immer Herzensangelegenheit. Daher beschlossen die Delegierten des Bundesparteitages, dass ein sozial gerechter und wirksamer CO2-Preis sowie ein frühzeitiger Kohleausstieg – nach Möglichkeit bereits 2035 – zentrale Ziele darstellen. Erneuerbare Energien sollen einen per Gesetz vorgeschriebenen Anteil von 65 Prozent erreichen und ausgebaut werden.

Bei diesen Projekten müssen aus Sicht der Sozialdemokraten „Superreiche“ stärker eingebunden werden. Deshalb wird die Wiedereinführung der Vermögenssteuer als weiteres Ziel angestrebt. Ab einem Nettovermögen von zwei Millionen Euro bei Alleinstehenden bzw. vier Millionen Euro bei Verheirateten, soll darüber hinaus gehendes Vermögen mit 1,5 bzw. 2 Prozent besteuert werden. Der jeweilige Freibetrag von zwei bzw. vier Millionen Euro wird von der Vermögenssteuer nicht erfasst. „Ohne eine solche Steuer würde die Schere zwischen Arm und Reich noch eklatanter auseinanderklaffen. Dies führt aber auf lange Sicht zu sozialem Unfrieden. Wer hier mehr leisten kann, trägt auch mehr Verantwortung für soziale Sicherheit. Daher ist es richtig, wenn Bürgerinnen und Bürger mit besonders großen Vermögen an diesen Herausforderungen stärker beteiligt werden“, so die Sozialdemokraten in Stadt und Kreis weiter.

„Wir werden nun als SPD gemeinsam dafür eintreten, dass diese Ziele unseren sozialen Staat der Zukunft prägen. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit notwendig. Wir vertrauen dabei auf die neu gewählte SPD-Spitze. Sie wird in der kommenden Zeit ihren politischen Kurs weiter darlegen. Darauf können nicht nur Sozialdemokraten gespannt sein“, so der Tenor der Sozialdemokraten im Landkreis Mayen-Koblenz sowie der Stadt Koblenz.

Pressemitteilung der

SPD Mayen-Koblenz

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13.12.2019 18:16 Uhr
Uwe Klasen

Eigentlich war es ein Treffen von aus Ewiggestrigen, die denken, sie könnten eine moderne Gesellschaft mit Rezepten aus dem 19. Jahrhundert weiter entwickeln, Rezepte, die sich schon damals als falsch erwiesen haben!



13.12.2019 15:23 Uhr
juergen mueller

Frau Esken u.Erfahrung?
Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen.
Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.



13.12.2019 13:24 Uhr
Uwe Klasen

Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!



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Joshua Hartung:
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Ich finde es bemerkenswert, WER alleine befindet, WANN Kunst im öffentlichen Raum duldbar ist und wann NICHT, auch unter dem Gesichtspunkt, nur weil man in einem Kulturausschuss seinen Platz hat, man darüber entscheiden kann, was Kunst ist und was nicht (was ich an der Qualifikation alleine anzweifle, denn dazu gehört weit mehr, als einen Sitz in einem Gremium zu haben, dass von Kunst im sprichwörtlichen Sinne keine Ahnung hat.
S. Schmidt:
Michael tritt sofort zurück! Deine Abwahl wurde durch die Stimmen der AfD verhindert, dies geht gar nicht. Na ja, vielleicht sorgt Angela dafür („Das Ergebnis muss rückgängig gemacht werden“)!
K. Schmitt:
Dummes Geblubber mal wieder, genau so macht man die AfD unnötig stark. Denn jetzt wo die AfD mit ihrer Enthaltung den Verbleib des SPD-Mannes im Amt ermöglicht hat, könnte man genau mit der gleichen Argumentationskette wie es die SPD hier mit der CDU versucht auch sagen, die AfD hätte mit der SPD paktiert. Die SPD-Position war angesichts der Fraktionsstärken im Stadtrat Neuwied schließlich genauso von den 4 AfD-Stimmen abhängig, wie die Gegenseite. Und nun hat die SPD von den Enthaltungen der AfD profitiert. So ist das halt, wenn man mit der eigenen Politik keine so klaren Mehrheitsverhältnisse hinbekommt, die die AfD-Stimmen in allen Fällen in die völlige Belanglosigkeit schieben. Dann gilt eine AfD-Stimme dummerweise immer genausoviel, wie Stimmen der anderen Parteiangehörigen auch. Und zwar aller Parteien, was jegliche Thüringen-Gedankenspielchen eben völlig blödsinnig und überflüssig macht.
Jean Seligmann:
"Neuwied wäre fast Thüringen 2.0 geworden" - Thüringen war ein UNDEMOKRATISCHER Dammbruch, aber nicht erzeugt durch die AfD! Hier sollten sich die angeblichen Demokraten einmal selbst hinterfragen!
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