Thorsten Rudolph, SPD

Thorsten Rudolph, SPD

Thorsten Rudolph. Foto: Maximilian König

17.09.2021 - 12:14

Mein Name ist Thorsten Rudolph, ich bin 47 Jahre alt, verheiratet und habe eine neunjährige Tochter. Und ich bin ein echter Schängel, geboren im Evangelischen Stift in der Südlichen Vorstadt. Aufgewachsen bin ich mit meinen drei jüngeren Geschwistern in Vallendar. Mein Vater war Hauptschullehrer, die längste Zeit in Lützel an der Goetheschule, meine Mutter Krankenpflegerin in der Klinik Lahnhöhe. Ich komme also von hier und habe, bis auf die Studienzeit, mein ganzes Leben hier in der Region verbracht. Was meine Ausbildung angeht, habe ich nach dem Abitur am Eichendorff-Gymnasium in Bonn Philosophie, Latein und Germanistik sowie Volkswirtschaftslehre studiert. Während der Promotion in Germanistik habe ich auch ein Jahr in den USA verbracht, an der University of Virginia. Später habe ich dann als Diplom-Volkswirt bei der Finanzverwaltung angefangen. Inzwischen bin ich nach verschiedenen Stationen seit fast vier Jahren Abteilungsleiter im Finanzministerium in Mainz und bin dort insbesondere für die Wirtschaftsförderung und die Unternehmen des Landes zuständig. Aufgrund dieser Funktion wurde ich unter anderem auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Staatsbad Bad Ems GmbH bestellt. SPD-Mitglied bin ich seit Mai 1989. Ich bin derzeit Vorsitzender der SPD Koblenz-Süd und Schatzmeister der SPD Koblenz. Zudem bin ich Mitglied des Stadtrats in Koblenz und kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Aktuell kandidiere ich für den Deutschen Bundestag und bewerbe mich um das Direktmandat im schönsten Wahlkreis Deutschlands.



Wichtigste Ziele


Wir müssen uns als Gesellschaft in den nächsten vier Jahren darüber verständigen, wie wir die dreifache Herausforderung aus Klimawende, Digitalisierung und demographischer Entwicklung meistern wollen. Und wie wir dabei trotzdem ein weltweit führendes Industrieland bleiben und unseren Wohlstand sichern. Um das zu schaffen, müssen wir entschlossen die nötigen Zukunftsinvestitionen auf den Weg bringen.

Das gilt besonders für die Klimawende. Ich möchte, dass Deutschland spätestens 2045 komplett klimaneutral ist. Alle Unternehmen, mit denen ich spreche, sagen mir, dass sie sich für den Weg dahin vor allem eines wünschen: Planungssicherheit. Das ist die große Aufgabe für die nächste Legislaturperiode: Wir müssen einen verbindlichen Fahrplan mit den Zielen, Maßnahmen, Meilensteinen und Verantwortlichkeiten festlegen. Und wir müssen auch festlegen, wer welche Kosten trägt. Ich bin überzeugt: Das werden harte Diskussionen.

Die Pandemie hat uns zudem allen gezeigt, wie wichtig eine gute öffentliche Infrastruktur ist. Beispiel Gesundheitsversorgung: Viele Krankenhäuser sind schlecht ausgestattet und machen Verluste. Das wollen wir ändern! Deshalb müssen wir die Renditeorientierung begrenzen und eine bedarfsgerechte Finanzierung der Kliniken sicherstellen. Zugleich müssen wir das System der Bezahlung nach Fallpauschalen überarbeiten. Nur so kann es auch gelingen, gute Arbeitsbedingungen und vernünftige Löhne in der Pflege zu erreichen. Damit wieder die Versorgung der Patient*innen im Mittelpunkt steht!

Die Pandemie hat uns auch gezeigt, wie wichtig gute Bildung ist, gerade wenn wir an die Folgen des Lockdowns für unsere Kinder denken. Keine Frage: Wir müssen die Schulen schnell digitalisieren und unsere Lehrer*innen entsprechend ausbilden. Aber das reicht nicht. In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft immer noch viel zu stark über den Bildungserfolg. Wenn wir in Deutschland wirkliche Aufstiegschancen wollen, an die unsere Kinder auch glauben können, dann brauchen wir Chancengerechtigkeit in der Bildung.

Schließlich liegt mir die Entwicklung unserer Region besonders am Herzen. Als Volkswirt, der sich beruflich um Wirtschaftsförderung kümmert, weiß ich: Dafür brauchen wir starke und bedarfsgerecht finanzierte Hochschulen. Dafür müssen wir unsere touristische Infrastruktur modernisieren. Und dafür müssen wir vor allem auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen unterstützen, damit sie die großen Herausforderung der nächsten Jahre erfolgreich meistern.

Wer mich kennt, weiß, was mich antreibt: Ich möchte, dass wir Demokratie leben und gemeinsam die beste Lösung finden. Für den Bundestag bewerbe ich mich, weil ich eine freie und solidarische Gesellschaft mitgestalten will, mit fairen Chancen für alle. Und weil ich mir eine Politik wünsche, die vorausschaut und mehr wagt - mit Überzeugung, Haltung, einer klaren Sprache und Vertrauen.

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Was soll denn einer noch dazu sagen? Unfassbar wieder und ebenso erneut bewiesen, das in diesem Land alte Menschen nicht betreut sind und nicht genügend nach ihnen gesehen wird. Das alte Menschen auch Altersstur sein können ist bekannt, aber mit viel Geduld kann man eben auch etwas erreichen. Da hat...
Gabriele Friedrich:
Das ist ja zum totlachen. Ein Blaulicht kann man überall kaufen, das Internet bietet alles, was Bekloppte gebrauchen können. Und keiner hat sich das Kennzeichen gemerkt ? Jeder Deutsche weiß wie unsere Polizeiautos aussehen. In dem Moment wo ich bedrängt werde, wähle ich die 110 und dann ist die...
Gabriele Friedrich:
Der Kassierer an der Tankstelle hätte das ebenso merken müssen. Hat er Angst gehabt...das der Kunde gewalttätig wird ? Angst ist ein schlechter Begleiter. Der Fahrer war schon Sternhagelvoll als er bezahlt hat. Grundsätzlich haben in einer Tankstelle 2 Leute !!! zu arbeiten- wann kapieren die Besitzer...
 

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