Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

VGR Montabaur hat sich für eine Erweiterung des FOC beim ICE-Bahnhof ausgesprochen

Verbandsgemeinderat befürwortet FOC-Erweiterung

Verbandsgemeinderat
befürwortet FOC-Erweiterung

Diese Grafik gibt einen ersten Eindruck, wie ein erweitertes FOC in Montabaur aussehen könnte. Foto: S.K.E.T. GmbH/Nitz Fotografie

15.11.2019 - 16:53

Montabaur. Der Verbandsgemeinderat (VGR) Montabaur hat sich grundsätzlich für eine Erweiterung des Fabrikverkaufszentrums (FOC) beim ICE-Bahnhof ausgesprochen und will dafür Baurecht schaffen. Konkret soll der Flächennutzungsplan entsprechend angepasst werden. Der VGR folgt damit dem Wunsch des Investors, der Fashion Outlet Grundbesitz GmbH, der sein Anliegen an Stadt und Verbandsgemeinde herangetragen hatte. Zuvor hatte bereits eine deutliche Mehrheit im Stadtrat dem Vorhaben zugestimmt und die Verwaltung beauftragt, einen Bebauungsplan vorzubereiten. Die Verkaufsfläche soll von derzeit 10.000 auf dann 21.800 Quadratmeter erweitert werden, es soll 120 statt bisher 60 Shops geben.

Das FOC (Factory Outlet Center) wurde im Sommer 2015 eröffnet. Dem waren jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen mit den Nachbarstädten vorausgegangen, die negative Auswirkungen auf den örtlichen Einzelhandel befürchteten und deswegen ihre vielfältigen Klagemöglichkeiten ausschöpften. Am Ende wurde die Baugenehmigung für das FOC erteilt, allerdings mit der Auflage, dass die Verkaufsfläche 10.000 Quadratmeter nicht überschreiten dürfte. Ein bestimmtes FOC-typisches Warensortiment wurde festgelegt. „Wir wollten damals schon deutlich größer bauen und hatten eine Erweiterung immer im Blick“, sagte Rainer Dommermuth, als er im VGR die Pläne vorstellte. Rainer Dommermuth vertritt den Investor Ralph Dommermuth, der hinter der Firma Fashion Outlet Grundbesitz steht. Rainer Dommermuth legte dem VGR, wie zuvor schon dem Stadtrat, dar, warum eine Erweiterung des FOCs notwendig ist: Mit 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche ist das FOC Montabaur im deutschlandweiten Vergleich mini, die anderen „Kleinen“ sind mindestens doppelt so groß, einige davon sind aktuell auf Expansionskurs. Das FOC in Montabaur läuft gut, es kommen knapp zwei Mio. Kunden pro Jahr, alle Flächen sind vermietet, es liegen Anfragen von großen Marken vor. „Viele Hersteller warten bei einem neuen FOC erstmal ab, wie es anläuft, bevor sie sich dort einmieten“, so Dommermuth. Er stellte ein aktuelles Einzelhandelsgutachten vor. Dieses zeigt, dass das FOC in seiner jetzigen Größe bereits das mögliche Kundenpotential aus der Region, also aus dem Umkreis von rund 30 Autominuten, ausgeschöpft hat. Mit der Erweiterung will man erreichen (und kann es laut Gutachten auch), dass Kunden aus einem Umkreis von 100 bis 150 Kilometern nach Montabaur kommen. Diese kommen aber nur, wenn das FOC eine bestimmte Größe von Minimum 20.000 Quadratmetern hat und einige Premiummarken angeboten werden, für die im jetzigen FOC schlicht kein Platz mehr ist. D. h. die neuen Kunden, die das erweiterte FOC anziehen würde, kämen zum größten Teil gerade nicht aus den Nachbarstädten (die typischen FOC-Kunden von dort kommen sowieso schon), sondern aus dem weiteren Umkreis.

Das FOC Montabaur sieht sich laut Investor also nicht in der Konkurrenz mit dem Einzelhandel in der Region, sondern mit anderen FOCs und mit dem Internethandel. „Wir müssen mit dem Markt mithalten, sonst läuft die Uhr gegen uns“, stellte Dommermuth klar. Darüber hinaus hatte er noch weitere Zahlen im Gepäck: Der Investor hat bisher 75 Mio. für das bestehende FOC ausgegeben und will weitere 75 Mio. Euro in die Erweiterung stecken. Derzeit gibt es 480 Arbeitsplätze (Vollzeit, Teilzeit, Minijobs) im FOC Montabaur, nach der Erweiterung sollen es 980 sein. Es werden dann bis zu 3,4 Mio. Besucher pro Jahr erwartet. „Ich bin sicher, davon werden auch die Stadt und die Region profitieren. Je weiter die Anreise ist, desto länger bleiben die Leute. Das macht Kurzurlaube in der Region attraktiver“, ist sich Dommermuth sicher. Den Nachbarn der Erweiterungsfläche, also den Anwohnern der Baugebiete Kesselwiese und Tonnerrestraße, sichert er zu, sie in die weitere Planung einzubinden.

In der anschließenden Diskussion im VGR zeichnete sich rasch Zustimmung für das Anliegen des Investors ab. „Wir haben beim Flächennutzungsplan immer ein offenes Ohr für die Belange der Stadt und der Ortsgemeinden gezeigt“, sagte Dr. Wolfgang Neutz, Fraktionssprecher der CDU. „Die Wirtschaft soll gute Rahmenbedingungen haben“. Für die SPD stellte Sebastian Stendebach fest: „Wir sollten Millionen-Investitionen und neue Arbeitsplätze begrüßen.“ Auch die FDP steht dem Vorhaben positiv gegenüber. Fraktionssprecher Dennis Liebenthal mahnte aber an, das Thema Verkehr von Vornherein mit zu denken. FWG Sprecher Norbert Blath erwartet von der Erweiterung positive Effekte für die Innenstadt und die Region. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht zwar einerseits die ökonomischen Vorteile des Vorhabens, bewertet aber die Punkte Flächenverbrauch, Lärmschutz und Verkehr kritisch. „In der Abwägung von Pro und Contra haben wir uns entscheiden mit Nein zu stimmen“, so Christian Schimmel. Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass die VG grundsätzlich bereit ist, den Flächennutzungsplan so zu ändern, dass damit Baurecht für die FOC-Erweiterung geschaffen werden kann. Dem stimmten 35 Ratsmitglieder zu, sechs lehnten den Vorschlag ab. Abschließend hielt Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich noch einmal fest: „Wir haben jetzt nur die allererste Weiche gestellt. Es wird noch viele Entscheidungen zu dem Thema geben, wo wir immer wieder überprüfen können, ob wir mit der Planung noch auf dem richtigen Weg sind. Der Investor weiß, dass sich aus dem heutigen Grundsatzbeschluss kein Anspruch auf eine finale Änderung des Flächennutzungsplans ergibt.“

Pressemitteilung der

Verbandsgemeindeverwaltung

Montabaur

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Stadtwerke Neuwied unterstützt Projekt

Statt Weihnachtskarten Spende für starke Mädchen

Neuwied. Die evangelische Kinder- und Jugendhilfe Oberbieber ist eine Hilfeeinrichtung, die Familien bei der Erziehung unterstützt. Ein besonderes Projekt, das der Förderverein nachhaltig unterstützt, heißt „Mädchen stark machen“. In dieses Projekt fließen in diesem Jahr 750 Euro der Stadtwerke Neuwied (SWN), die dafür erneut auf den Versand von Weihnachtskarten verzichten. mehr...

VOR-TOUR der Hoffnung honoriert Engagement am Marienhaus Klinikum St. Elisabeth

Kleine Patienten profitieren von 26.000 Euro

Neuwied. Die gemeinnützige Initiative „VOR-TOUR der Hoffnung“ übergab vor Kurzem in Mainz die Rekordsumme von 615.831 Euro Spendengeld aus 2019 an insgesamt 22 Initiativen und Projekte für krebskranke oder hilfsbedürftige Kinder. Bei der großen feierlichen Veranstaltung im Interimsplenarsaal in der Steinhalle des Landesmuseums in Mainz wurden auch zwei Projekte gewürdigt und großzügig bedacht, die den kleinen PatientInnen der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Marienhaus Klinikum St. mehr...

Weitere Berichte
Spende geht nach Neuwied

SWR Wissensquiz „Meister des Alltags“

Spende geht nach Neuwied

Neuwied. Moderator Florian Weber stellt im SWR Wissensquiz „Meister des Alltags“ das Alltagswissen prominenter Kandidaten auf die Probe. Die Schauspieler Antoine Monot Jr. und Alice Hoffmann treten gegen Comedian Bodo Bach und Moderatorin Enie van de Meiklokjes an. mehr...

Spende zum Jubiläum

VR-Bank Neuwied-Linz

Spende zum Jubiläum

Neuwied. Das Jubiläum der Caritasgeschäftsstelle in Neuwied, die in den vergangenen Tagen ihr 100-jähriges Bestehen feierte, nahm die VR-BANK Neuwied-Linz eG zum Anlass, zu gratulieren. Die Freude war umso größer, da der Caritasverband Neuwied mit einer Spende von 1.000 Euro bedacht wurde. mehr...

Die Silvester-Spatzen brachten
Vorweihnachtliche Stimmung mit

Adventfeier der CDU-Senioren

Die Silvester-Spatzen brachten Vorweihnachtliche Stimmung mit

Mayen. Der Vorstand der CDU-Senioren Union Mayen hatte wieder zu einer Adventfeier in das Pfarrzentrum St. Clemens eingeladen und viele Mitglieder füllten den Saal in der Stehbachstraße. Vorweihnachtlich und liebevoll für Kaffee und Kuchen gedeckt waren wieder die geschmückten Tische. mehr...

Politik
Ingo Steinhausen als
neuer Direktor ins Amt eingeführt

Wechsel am Amtsgericht Neuwied

Ingo Steinhausen als neuer Direktor ins Amt eingeführt

Neuwied. Justizminister Herbert Mertin führte vor Kurzem Ingo Steinhausen als Direktor des Amtsgerichts Neuwied in Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Justiz, Anwaltschaft und Verwaltung offiziell in sein Amt ein, welches er bereits seit dem 19. Juni 2019 innehat. mehr...

Neuwahlen beim Bezirksdelegiertentag

CDU Senioren-Union im Bezirk Koblenz-Montabaur

Neuwahlen beim Bezirksdelegiertentag

Dieblich. Die Delegierten aus elf Kreisverbänden der CDU Senioren-Union (SU) Koblenz-Montabaur waren zum Bezirksdelegiertentag nach Dieblich eingeladen. Sie vertreten im größten Bezirksverband von Rheinland Pfalz etwa 1900 Mitglieder. mehr...

Sport

TV Engers 1879 e.V.

Strong by Zumba

TV Engers 1879 e.V. Seeberg Angela

Engers. Ein Strong by Zumba®-Kurs ist ein schweißtreibendes Training, das zum Teil aus Bodenübungen besteht, bei denen man seine Körpermitte intensiv trainiert. Trainiert werden Muskeln, Bauch- und Gesäßmuskeln sowie Beine und Arme mit Kniebeugen und Unterarmstütz. mehr...

Nichts zu machen!

C-Jugend Rheinlandliga im Handball

Nichts zu machen!

Bendorf. Es war der erwartet schwere Gang für die Jungs der männlichen C-Jugend. Bad Ems hatte in der laufenden Saison noch nichts anbrennen lassen und steht zurecht verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. mehr...

Wirtschaft
41 Dienstjubilare wurden im
Rahmen einer Feierstunde geehrt

Mehr als 1.200 Jahre bei der Volksbank RheinAhrEifel

41 Dienstjubilare wurden im Rahmen einer Feierstunde geehrt

Andernach. Die Volksbank RheinAhrEifel hat 41 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt, die 2019 ihr 25., 30., 40. oder 45. Dienstjubiläum bei der Genossenschaftsbank gefeiert haben. Zusammengerechnet sind sie bereits mehr als 1.200 Jahre dort beschäftigt. mehr...

-Anzeige-Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel feiert ihr zehnjähriges Jubiläum

Hilfe zur Selbsthilfe

Bad Neuenahr/Koblenz. Die Bürgerstiftung der Volksbank RheinAhrEifel feiert im Dezember 2019 ihr zehnjähriges Bestehen. Sie wurde am 3. Dezember 2009 unter dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Bernard Kaiser gegründet. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Stress im Advent - Was sorgt bei ihnen für Vorweihnachtstrubel?

Geschenke kaufen
Wohnung/Haus dekorieren
Weihnachtsmenü planen
Aufstellen und schmücken vom Weihnachtsbaum
Ich habe vorgesorgt und komme gut durch den Jahresendspurt
Einfach nicht aus der Ruhe bringen lassen!
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
juergen mueller:
Frau Esken u.Erfahrung? Die SPD u.gute Umweltentwicklungen u.sozial verträglicher Klimaschutz schon "immer" eine Herzensangelegenheit? Seit wann das denn?Schon mal besser gelogen. Es ist nicht zu fassen,mit welcher Abgebrühtheit man sich hier noch als glaubhaft verkaufen u.aus dem roten Scherbenhaufen noch ein einigermaßen ansehnliches Puzzel machen will.Anstatt sich die Glaubensfrage selbst zu stellen,wird weiter lustig polarisiert u.an für die mit sozialen Unwahrheiten zu fütternde Bevölkerung gearbeitet.Sozial u.christlich sollte die SPD aus ihrem Wortschatz einfach streichen.
Uwe Klasen:
Schon zweimal startete der Sozialismus in Deutschland " ... in die neue Zeit" und endete Tragisch!
juergen mueller:
Bei all dieser Lobhudelei wird wohl vergessen,dass durch SchuWi Koblenz in eine Schuldenfalle geraten ist,von der sie sich bis dato u.bis in die Zukunft nicht erholen wird.Auch unvergessen sollte sein,dass er Widerstände aus der Bevölkerung als "Blödsinn" abgetan hat.Und ja,zu seiner Zeit als OB durchgeboxte Projekte haben Koblenz auch geschadet.Apropo Umweltamt - eine Phantombehörde,deren Berechtigung über Jahrzehnte man als überflüssig bezeichnen kann,da sie in Sachen Umwelt total versagt hat.Vermessen u.voreingenommen ist zu behaupten,in seiner Amtszeit habe eine wohltuende/offenherzige Identifikation der Koblenzer Bevölkerung mit ihrer Heimatstadt stattgefunden.Ich finde,dass hier ein Mensch seine Arbeit gemacht hat nach dem Motto:"Mein Wort ist Gesetz",nach seinen Vorstellungen,keine Widerstände duldend,schon garnicht aus der Bevölkerung.Unter "etwas besonderes u.unverzichtbar" stelle ich mir etwas anderes vor.Es fehlt nur noch,dass Hofman-Göttig ebenfalls Ehrenbürger wird.
Christian S.:
Ich lebe seit Jahren in den USA. Eigentlich wollte ich zurückkehren nach Deutschland. Aber mir wird himmelangst bei diesen Entwicklungen. Ich fühle mich nicht mehr sicher bei meinen Besuchen in Deutschland. Es wird immer meine Heimat bleiben, doch eine die ich nicht wiedererkenne.
Karl:
Ein Deutschland in den wir gut und gerne leben!!!! Es kotzt einen an. Es wird einfach alles hingenommen!
Donald Trump:
An solche Vorfälle müssen wir uns erinnern, wenn wir auf dem Weg zur Wahlurne sind.
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.