MIT Kreis Ahrweiler steht heimischer Wirtschaft in schwieriger Zeit zur Seite

Vorstand sucht nach politischen Lösungen für den Mittelstand

Vorstand sucht nach politischen
Lösungen für den Mittelstand

V.l.: Frank und Ingrid Meumerzheim, Willfried Scheffler, Werner Jung, Harald Monschauer, Elmar Lersch, Detlef Odenkirchen und nicht im Bild Josef Niethen in der virtuellen Video-Vorstandsitzung der MIT Kreis Ahrweiler.Foto:privat

19.04.2021 - 16:10

Kreis Ahrweiler. Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU im Kreis Ahrweiler, um ihren Vorsitzenden Elmar Lersch, sucht nach praktischen Lösungsansätzen, die Unternehmen im Kreis Ahrweiler helfen sollen, die pandemische Lage zu meistern. Lersch: „Wir fühlen mit den Unternehmern im Kreis Ahrweiler und sehen uns in der Pflicht, zumindest an den politischen Stellschrauben alles dafür zu tun, dass unsere Unternehmen durch diese Krise kommen, zumindest jedoch sich deren Lage verbessert“. In mehreren virtuellen Sitzungen hat der Vorstand, mit Werner Jung, Detlef Odenkirchen, Josef Niethen, Frank und Ingrid Meumerzheim, Harald Monschau sowie Wilfried Scheffler nach tragfähigen Lösungsansätzen gesucht, einerseits der Pandemie entgegenzutreten und andererseits die unternehmerische Existenz zu erhalten. Es geht darum, Infektionsketten zu unterbrechen, aber auch die mittelständische Wirtschaft zu erhalten. Der Ruf nach einem umfassenden Lockdown ist leicht ausgesprochen. Es sollen ja „nur noch“ zwei, drei oder vier Wochen sein. Doch es ist schwer, der Bevölkerung den Sinn nächtlicher Ausgangsverbote zu vermitteln, wenn dadurch die Zahl häuslicher Kontakte erhöht werden sollte; denn es ist bekannt, dass die Übertragungsgefahr innerhalb von Räumen größer ist als unter freiem Himmel. Insbesondere die Gastronomie und Hotellerie befindet sich schon lange im Lockdown. „Kann man ihr überhaupt noch weitere Wochen zumuten“, fragt Harald Monschau. „Aus ärztlicher Sicht gibt es zu einem strengen Lockdown, gerade bei der ansteigenden dritten Welle im Grunde keine Alternative“, mahnt Werner Jung. Schon früh hatte er den Vorstand darauf aufmerksam gemacht, dass wir mit der Pandemie noch länger würden leben müssen. „Umso mehr“, forderte Detlef Odenkirchen, „muss ein voll funktionsfähiges und stabiles Breitbandnetz im gesamten Landkreis mit hohen Bandbreiten ausgebaut werden.“ Ingrid Meumerzheim ergänzte: Das ist nicht nur für unsere Unternehmen sondern auch für den privaten Bereich unverzichtbar, z.B. für das Homeschooling.“ Die 7-Tage-Inzidenz liegt wieder über 100. Das ist die eine Wahrheit. Die andere ist, dass bestimmte Unternehmensbranchen am Rande Ihrer Existenz stehen. „Hier gilt es jetzt, gemeinsam nach intelligenten, einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu vermittelnden, also konsensfähigen Lösungen zu suchen und entsprechende Ansätze zu finden“, ist sich Lersch sicher. „Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ahrweiler ist hier durchaus ein wichtiger Partner der Unternehmen im Kreis in den Fragen der Pandemie“, weiß Vorstandsmitglied Detlef Odenkirchen, aus seiner beruflichen Erfahrung als Wirtschaftsförderer. Mit den derzeitigen Corona-Überbrückungshilfen konnte in einigen Branchen zunächst das Schlimmste verhindert werden. Es ist gut, dass es die Gelder gibt und ausgezahlt werden. Das „Gesetz zur Beschäftigungssicherung“ der Bundesregierung ermöglicht es durch das Kurzarbeitergeld, zumindest zunächst den Bestand der eigenen Mitarbeiter*innen zu halten und ist für den von Gastronomie und Hotellerie sehr stark geprägten Kreis Ahrweiler besonders wichtig. Allerdings wandern in einzelnen Fällen Beschäftigte auch schon in andere Sparten ab, die von der Pandemie nicht so stark betroffen sind, wenn sich ihnen eine gute Möglichkeit bietet. „Wenn die Belegung der Intensivbetten eine Zahl erreicht, die zur Erhaltung von Leben und Gesundheit und zur Vermeidung einer Triage einen strengen Lockdown erfordert, wird man diesen wohl hinnehmen müssen“, ergänzt Lersch,“ aber ich fordere auch von der Politik, die Ansteckungsgefahr nach Ort, Art und Umständen nun schnellstmöglich zu erforschen und daraus intelligente und konsensfähige Maßnahmen gegen eine Zunahme der Infektionsraten zu entwickeln. Dazu gehört auch die veröffentlichte und wohl ernst zu nehmende Erkenntnis, dass Kinder nicht weniger potentielle Überträger des Virus sind als Erwachsene und, auch wenn sie selbst glücklicherweise nur selten oder wenig erkranken, das Virus in ihre Familien tragen, wo sie Erwachsene ernsthaft erkranken lassen und über diese zur weiteren Ausbreitung beitragen.“ „Das Virus sucht den Menschen und benötigt ihn, um zu überleben. Es unterscheidet nicht danach, ob es die Arbeitsstelle, die Schule, die Wohnung, das Einzelhandels- oder Großhandelsgeschäft, der Friseursalon, eine religiöse Einrichtung oder sonstige Begebenheit ist, wo ihm die Möglichkeit gegeben wird, von Mensch zu Mensch zu wandern“, so Josef Niethen. „Deshalb gibt es keine Alternative dazu,“ so Wilfried Scheffler, „das Wandern des Virus von Wirt zu Wirt intelligent zu verhindern: also verantwortungsvolles Handeln eines jeden Menschen im eigenen und fremden Interesse, Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen, strenge Einhaltung der Hygiene, gutes Lüften, regelmäßiges Testen - auch im privaten Bereich -, Bereitstellung von Impfstoffen in ausreichender Zahl und ein umfassendes und breites Impfangebot über Impfzentren und Arztpraxen.“ Die MIT Kreis Ahrweiler versteht sich als Fürsprecher mittelständischer Unternehmen und wirkt mit an der Erarbeitung und Durchsetzung politischer Problemlösungen. Sie verfügt über kurze Wege zur Landes- und Bundesebene und bringt sich auf diesen Ebenen auch intensiv ein. Aus Erfahrungen lernen und neue Wege aufzeigen, dass ist der Anspruch der MIT Kreis Ahrweiler.


Pressemitteilung

MIT Kreisverband Ahrweiler

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Klar, den Kindern die Natur beibringen und wie Papier hergestellt wird, das der Regenwald schon abgegrast ist und man achtsam sein muss... und dann bunten Krempel und *bling*bling* aus China kaufen. Oder Fischstäbchen mit wenig Fisch und viel Panade in viel Verpackung. Hauptsache bunt... hört mir doch...
juergen mueller:
Da haben wir es wieder. Andere, wie hier Kinder, inspirieren zu wollen, mit einem tatsächlich wertvollen Material wie Papier sorgsam umzugehen, ihnen näherzubringen, woraus es eigentlich hergestellt wird u. sich selbst dessen ausgiebig u. verschwenderisch zu bedienen, weil man es für ein Festhalten...

„Gedanken...“

Gabriele Friedrich:
Ich kann da auch nichts mit anfangen, schon recht nicht wenn "Gott" genannt ist. Seelsorge -das ist ein Begriff, der die Tatsachen ausblendet, das der Mensch körperliche Leiden hat, existenzielle Sorgen, Probleme mit anderen oder eben einfach nur Hilfe sucht. Der Alltag sieht so aus, das man relativ...
juergen mueller:
Ich persönlich verzichte gerne auf solche Hilfe und das aus einem bestimmten Grund. Jeder, der das liest, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das alles mit Realität nichts zu tun hat. Unter Seelsorge stelle ich mir etwas anderes vor - greifbar, der Realität entsprechend, kein Gelaber von etwas,...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] „Die Stärke der SPD war es schon immer, zuzuhören und nah bei den Menschen zu sein“ [ Zitat Ende ] Das muss aber mindestens über 50 Jahre her sein,, wenn nicht länger....
juergen mueller:
Klar ist hier garnichts. In Kontakt mit den Bürger*innen zu treten, zuzuhören, nah bei den Menschen zu sein ist keine Stärke der SPD u. war es nie. Selbstlob stinkt nun einmal. 3 Kriterien, die jeder Politiker für sich ins Feld führt, weil sie einfach zum politischen Leben dazugehören, für ihn persönlich...
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