Dr. Alexander Wilhelm unterwegs im Forstrevier Rhens

„Waldsterben 2.0 verhindern!“

„Waldsterben 2.0 verhindern!“

Dr. Alexander Wilhelm informierte sich vor Ort. Foto: Privat

10.08.2020 - 10:59

Mayen/Maifeld/Rhein-Mosel. „Als passionierter Wanderer und Naturfreund weiß ich: Unser Wald ist von unschätzbarem Wert. Er reinigt die Luft, bindet CO2 und ist Lebensraum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Auch wir Menschen nutzen ihn für Sport oder Erholung sowie wirtschaftlich. Klimawandel, Trockenheit und Schädlinge belasten unsere heimischen Wälder sehr. Gerade als eines der beiden Bundesländer mit den größten Waldgebieten, muss Rheinland-Pfalz beim Schutz seiner Wälder vorangehen. Wir müssen ein Waldsterben 2.0 verhindern!“, appelliert der heimische Landtagskandidat Dr. Alexander Wilhelm (SPD) bei einer Begehung des Forstreviers Rhens.

Forstamtsleiterin Carmen Barth und Förster Dieter Kaul zeigten Dr. Wilhelm an praktischen Beispielen die vielfältigen Probleme auf, vor denen der heimische Wald durch den Klimawandel steht. Die Situation ist bedrohlich: 2018 waren laut Waldzustandsbericht RLP bereits 84 Prozent der Bäume geschädigt. Durch Hitze und Trockenheit benötigen die Bäume mehr Wasser bei sinkendem Grundwasserspiegel. Hinzu kommen Schädlinge wie der Borkenkäfer, die sich durch den Klimawandel besser vermehren können. Die wegen der Trockenheit geschwächten Bäume können viele der Schädlinge nicht mehr abwehren, z.B. weil nicht ausreichend Harz gebildet werden kann. Auch zunehmende Stürme sind eine Gefahr für die Gesundheit unseres Waldes. Und: Wo der Wald verschwindet, kann er seine kühlende Funktion nicht mehr erfüllen und die Temperatur steigt weiter. Das stellt auch unsere Winzerinnen und Winzer an Rhein und Mosel vor weitere Probleme.

„Eine Bundesgartenschau im Oberen Mittelrheintal 2029 ohne waldbewachsene Hänge scheint zwar unvorstellbar, aber dazu könnte es im schlimmsten Fall kommen“, meint Förster Dieter Kaul. Carmen Barth, Leiterin des zuständigen Forstamts Koblenz, sieht aber auch positive Entwicklungen. So sei der Zustand des Waldes in den letzten Jahren mehr in den Fokus des öffentlichen und politischen Interesses gerückt. Dr. Wilhelm diskutierte mit den beiden Fachleuten verschiedene Lösungsansätze, wie das Anpflanzen robusterer Baumarten. Konsens: Kommunale und private Waldbesitzer müssen finanziell bei der Pflege des Forsts unterstützt werden. Denn der sinkende Holzpreis und steigende Kosten machen der Erhalt der Wälder wirtschaftlich unrentabel. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz steuert gegen: Kurzfristig aus dem Nachtragshaushalt des Landes und langfristig durch die Forderung nach einer bundesweiten Beteiligung der Waldbesitzer an der CO2-Abgabe in der Höhe des im Wald gespeicherten CO2.

Pressemitteilung

Dr. Alexander Wilhelm (SPD)

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
11.08.2020 07:39 Uhr
Tobias S.

Herr Schmidt, in welcher Welt leben Sie? Gehen Sie raus und schauen sich die Wälder an. Das die Fichten sterben sieht man von weiten. Ja ich weiß, Fichten gehören hier nicht hin und wurden ihrer Meinung nach nur aus Profitgier gepflanzt.
Es sind aber die Laubbäume in Mischwäldern die massiv leiden. Buche, Eiche, Birke, Kirsche alle zeigen mittlerweile Schäden in den Kronen. Was mich wirklich erschreckt, es passiert nicht nur dort wo es wirklich zu trocken ist, Hänge des Rhein- und Ahrtals, sondern auch auch in der Nähe zu Flüssen. Hier sollte der Grundwasserspiegel für eine ausreichende Wasserversorgung ausreichen, trotzdem lichten sich die Kronen und man sieht vermehrt welke Zweige. Den Bäumen wird es wohl einfach zu warm...
Also hören Sie auf Waldsterben, Klimawandel, Dürre als Lobbyismus zu bezeichnen.



10.08.2020 20:19 Uhr
Titus von Unhold

Da hat mal wieder ein Spezialexperte keine Ahnung. Das "Waldsterben 1.0" konnte verhindert werden weil binnen fünf Jahren weltweit(!) bei allen Industrieanlagen Entschwefelungsanlagen nachgerüstet werden mussten.



10.08.2020 12:36 Uhr
S. Schmidt

Es gab noch nicht einmal ein Waldsterben 1.0, immer dieser Lobbyismus, hier spricht nur die Gier nach noch mehr Steuergeld. Den Wäldern ginge es Prima, wäre diese nicht Gnadenlos auf Profit (Holzernten) ausgelegt. (Ur)-Wäldern machen Trockenzeiten und Schädlinge bedeutend weniger aus!



Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Wahl zur Deutschen Weinkönigin 2020/2021

Eva Lanzerath von der Ahr ist die 72. Deutsche Weinkönigin

Kreis Ahrweiler. Die neue Deutsche Weinkönigin heißt Eva Lanzerath und kommt von der Ahr. Als Deutsche Weinprinzessinnen komplettieren Anna-Maria Löffler aus der Pfalz und Eva Müller aus Rheinhessen das Trio der Deutschen Weinmajestäten 2020/2021. Am Ende eines spannenden Wahlabends verkündete die Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts (DWI), Monika Reule, um 22.30 Uhr die Entscheidung der über 70-köpfigen Fachjury im Saalbau von Neustadt an der Weinstraße. mehr...

Figurentheater in Mayen

Oh, wie schön ist Panama

Mayen. Am Samstag, 3. Oktober zeigt das Figurentheater Künster das FigurenTheaterStück „Oh, wie schön ist Panama“ im FigurenTheaterHaus in Mayen. Beginn ist um 15 Uhr. Alles ist schön bei Tiger und Bär. Die beiden sind dicke Freunde. Sie fürchten sich vor nichts, weil sie zusammen wunderbar stark sind. Zusammen leben sie in einem kleinen, gemütlichen Haus – mit Schornstein. Als der Bär eine Kiste... mehr...

Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

Corona und Karneval - Soll die "Fünfte Jahreszeit" abgesagt/verboten werden?

Ja, zur Sicherheit lieber absagen.
Nein, Karneval kann man auch anders feiern.
Mir egal, ich feiere keinen Karneval.
1936 abgegebene Stimmen
aktuelle Beilagen
Inhalt kann nicht geladen werden

 
Kommentare
Angelika Weber:
Ich hab's gewusst, habe Eva gesehen im Kaffee oder Tee und zu meiner 89 jährigen Mama gesagt sie wird die nächste DEUTSCHE WEINKÖNIGIN und genau so ist es eben gekommen, einfachsuper toll. Mit 22 Jahren viel Glück und Erfolg Angelika Weber
Elizabeth :
Der Bericht ist falsch. Auto wurde um 19:50 abgestellt und ist erst 20 Minuten später aus kuriosen Umständen in die Mosel gerollt. Ein Auto rollt nicht spontan los, wenn seit 20 Minuten nichts passiert ist. LG
Jürgen Wulf:
Herzlichen Glückwunsch an die erfolgreichen Nachwuchsathletinnen und -athleten! Super gemacht! Tolle Leistungen!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlenKommentiert
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.