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Fußballverband Rheinland hat den kompletten Spielbetrieb vorerst eingestellt

„Die Entscheidung war alternativlos“

Kaum jemand der Verantwortlichen aus dem Kreis Rhein/Ahr glaubt daran, dass die Saison nach dem 31. März noch einmal fortgesetzt wird

15.03.2020 - 15:16

Mayen/Mendig/Andernach. Im Verlauf des vergangenen Donnerstags hatte es sich angedeutet, am Freitag in der Mittagszeit wurde es Realität: Der Fußballverband Rheinland hat in Abstimmung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Fußball-Regionalverband Südwest aufgrund der aktuellen Infektionsgefahr mit dem Corona-Virus entschieden, den kompletten Spielbetrieb vorerst einzustellen. Das betrifft sämtliche Spielklassen und Pokalwettbewerbe der Herren, Frauen und Jugend auf Sportplätzen im Freien sowie sämtliche Wettbewerbe in der Halle und gilt zunächst bis einschließlich Dienstag, 31. März.

Neben den angesetzten Partien des regulären Spielbetriebs sind auch Freundschaftsspiele von der Generalabsage betroffen. Schiedsrichter können in diesem Zeitraum nicht angefordert und eingesetzt werden. Damit ruht der Spielbetrieb in den nächsten Wochen komplett. Der Fußballverband Rheinland wies auch darauf hin, dass der Trainingsbetrieb in der Verantwortung der Vereine liegt. Oberste Priorität habe derzeit die Senkung der Infektionsrate. Daher empfahl der Fußballverband Rheinland ausdrücklich, in dieser Zeit auch den Trainingsbetrieb auszusetzen. Mehrere Vertreter der einheimischen Fußballvereine sprachen von einer „alternativlosen Entscheidung“.

Bernd Brück, Sportlicher Leiter des Rheinlandligisten SG Eintracht Mendig/Bell: „Die Entscheidung des Fußballverbands Rheinland war alternativlos. Wenn sich 60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland infizieren, müssen wir Fußballer ja nicht dafür sorgen, dass es auch noch schneller geht. Kindergärten und Schulen sind geschlossen, das öffentliche Leben steht nahezu still: Da können die Verantwortlichen im Sport schlecht sagen, das interessiert uns nicht. Wir als Verein haben ein Betretungsverbot für unsere Sportplätze ausgesprochen. Allerdings ist nicht allein der Spiel- und Trainingsbetrieb ein Problem, sondern die Sanitäranlagen und die Verkaufskioske sind nun mal auch Risikoräume. Dass es nach dem 31. März weiter geht, glaube ich nicht. Es steht irgendwie unausgesprochen im Raum, dass die Saison beendet wird.“

Thomas Reuter, Trainer des Rheinlandligisten TuS Mayen: „Natürlich sind alle auf der Seite der Behörden und Verbände, die Gesundheit der Menschen steht über allem. Der Trainingsbetrieb bei der Jugend ruht bei uns bis auf Weiteres, die Schüler sind bis zum Ende der Osterferien auf der sicheren Seite. Auch meine Spieler haben vorerst frei. Ich persönlich glaube, dass die Saison annulliert wird. Die Vereine haben allerdings ein Restrisiko, wenn der Spielbetrieb von Null auf 100 hochgefahren werden sollte. Die logistischen Probleme wären in dem Fall auch nicht zu lösen. Warten wir am Montag und am Dienstag mal die weiteren Zusammenkünfte der Verantwortlichen ab, vielleicht wissen wir dann mehr.“

Kim Kossmann, Trainer des Rheinlandligisten SG 99 Andernach: „Am allerwichtigsten ist die Gesundheit des Menschen. Wenn wir dafür einige Zeit auf Fußball verzichten müssen, dann ist das keine schöne Sache, aber alternativlos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächste Zeit Fußball gespielt wird.“

Dieter Schäfer, Vorsitzender des JSV Ettringen: „Der Fußballverband Rheinland hat alle Spiele bis zum 31. März abgesagt und ausdrücklich empfohlen, auch den Trainingsbetrieb in diesem Zeitraum ruhen zu lassen. Dieser Empfehlung folgen wir als Verein. Darüber hinaus wurden alle Kurse im Bereich Turnen/ Gymnastik abgesagt. Die Sportanlage in Ettringen wird gesperrt. Wir wünschen allen, dass wir diese außergewöhnliche Situation gut überstehen und vor allem, dass wir gesund bleiben.“

SK

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Kommentare
S. Schmidt:
Was macht ihr denn wenn sich die AfD eurem Antrag anschließt?
Andrea Müller:
Die Probleme der "Party Szene" in Frankfurt, Stuttgart und anderen Städten wie Koblenz sind Hausgemacht. Die Polizeiberichte sprechen eine deutliche Sprache. Auch nach Corona werden unsere Städte leider nicht friedlicher werden. Ganz im Gegenteil. Diese wirklichen Hintergründe will Altmaier und Co. nicht benennen.
Herbert Kaufmann:
Diese Haltung der Stadtspitze in dieser Frage ist ignorant und in der Sache fehlerhaft. Nachdem der OB Langner ja bereits bei der Frage des Tragens von AntiFa Symbolen im Stadtrat Führungsschwäche gezeigt hat und seine Haltung durch den Brief von Bundestgasvizepräsident Kubicki ad absurdum geführt wurde kann man dieses neueerliche Versagen auch als Opportunismus gegenüber der "Partyszene" bezeichnen. Es geht ja nicht nur um Corona sondern auch seit Jahren schon um das Einhalten von Immissionsvorgaben. Der möglichen Handlungsweisen gibt es viele, von der Veränderung der seit der BuGa verkürzten Sperrzeiten ( diese wurden nicht mehr zurückgenommen! ) aufgrund des Immissionsgesetzes bis hin zum Verbot von Mitbringen von Alkohol, denn das ist ganz bestimmt kein Grundrecht.
Jürgen Müller:
Der Bitte/Forderung von Anwohnern/Herrn Altmaier ist seitens der STADT zu folgen, die bisher KEINE Weitsicht und Kompetenz gezeigt hat - im Gegenteil.Die Reaktion von Herrn Langner ist mehr als bedenklich und kindergartenmässig.Die Auswüchse von alkohol- und feierwütigen Unbelehrbaren in Coronazeiten hat er NICHT im Griff - auch NICHT seine offensichtliche Eitelkeit und Reaktion auf berechtigte Kritik.

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Gabriele Friedrich:
Woher kam das Fahrzeug? Es sieht jedenfalls aus wie eine alte Schüssel aus Rumänien oder sonst etwas. Ein paar mehr Informationen hätte man als Leser schon gerne.
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