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Fußball im Rheinland im Jahr 2020

Die beiden Regionalverbände Südwest und FV Rheinland stellen die Ligen zusammen

In den Topligen droht den Teams des FV Rheinland eine Mammutsaison - 24 Mannschaft starten in der Oberliga

15.06.2020 - 08:31

Region. Wie geht es weiter im Fußball? Eine Frage, die sich wohl alle Sportfreunde stellen die regelmäßig die Aktivitäten der Sportler am runden Leder verfolgen. Und auch jetzt weiß niemand wirklich wie sich die Zukunft gestaltet. Einzig der Spielbetrieb in den ersten drei Ligen wird, mit mehr oder weniger konsequent beachteten Corona-Regeln, weitergeführt. Aber alles unterhalb von Liga drei steht in der Warteschleife.

Zumindest die Aufstiegsfragen scheinen fast alle geklärt im Südwesten. Einzige die Lage der Tabellenzweiten aus den Oberligen Baden-Württemberg und dem Südwesten warten zumindest auf eine fundierte Stellungnahme. Der Regionalverband hatte, entgegen seiner Ankündigung das keine Tabellenzweiten ein Aufstiegsrecht bekommen würden, plötzlich doch Hessen Kassel, dem Tabellenzweiten der Hessen-Liga, den Aufstieg über eine ligaübergreifende Quotientenregel zugestanden. Ein Zustand der sowohl beim 1. Göppinger SV als auch bei der TuS Koblenz für Unverständnis sorgt. Beide Clubs stehen aktuell in Kontakt und beraten über gemeinsame Schritte.

Unabhängig davon ist aber klar, dass sowohl die Regionalliga als auch die Oberliga Südwest, eine Mammutsaison erwartet. 22 Regionalisten und gar 24 Oberligateams warten nun auf den Startschuss. Und genau dieser Termin ist das große Problem. Einen normalen Saisonablauf erscheint nur sehr schwer umsetzbar. So müssten bei einem Saisonstart zum 1. September allein acht Wochenspieltage eingeplant werden. Eine weitere Variante besteht in einer Zweiteilung der Liga, wobei hier aber auch erst einmal eine Lösung über die Zusammensetzung der Ligen erarbeitet werden müsste.

Die gleiche Problematik erwartet auch die Aktiven in der Oberliga Südwest.

„Das gab es noch nie“, deutet der Verbandsvorsitzende des Rheinlandes Walter Desch an und liegt hier zumindest bei der Staffelstärke richtig, denn die größte Anzahl an Clubs musste die Liga 1980 und zur Jahrtausende verdauen als 21 Vereine in der damals drittklassigen Oberliga an den Start gingen. Acht Rheinlandligisten aber gab es schon einmal. In den Spielzeiten 1993/94, 1994/95 und 1999/2000 tummelten sich ebenfalls acht Clubs im Oberhaus des Regionalverbandes. Mit dabei waren hier jeweils die Sportfreunde Eisbachtal, die in dieser Saison zumindest sportlich von der Nichtabstiegsregel profitieren. Dagegen bleibt darunter, zumindest in Sachen Ligastärke, in der Rheinlandliga (18 Mannschaften) und der Bezirksliga Ost (16) alles beim Alten. Einzig die Bezirksliga Mitte wird in dieser Saison auf 18 aufgestockt, was aber die Planer vor keine allzu großen Probleme stellen sollte.


Regionalliga Südwest: 22/23 Vereine


Da es keine Absteiger gibt können sich vor allen die drei Ligaschlusslichter Pirmasens, Balingen und Rot-Weiß Koblenz freuen. Und gleichzeitig hat Rot-Weiß nun auch bundesweit Geschichte geschrieben. „Klassenerhalt ohne einen einzigen Saisonsieg“. Somit verbleiben eben 17 Mannschaften, da der souveräne Spitzenreiter Saarbrücken verdientermaßen in Liga drei aufsteigt. In Liga drei droht der SG Sonnenhof Großasbach der Abstieg. Bei neun Punkten Rückstand auf den rettenden Platz 16 erscheint hier der Ligaerhalt nicht mehr möglich. Ob der Insolvenzantrag des 1. FC Kaiserslautern ebenfalls in der Abstiegsfrage noch zum Tragen kommt, ist offen. Aufgestiegen sind auf jeden Fall der VfB Stuttgart II, der TSV Schott Mainz und Eintracht Stadtallendorf. Wahrscheinlich auch Hessen Kassel wobei hier noch aus ob der Göppinger SV als auch die TuS Koblenz weitere Schritte einleiten.

Die Teams: SG Sonnenhof Großaspach (vorrausichtlich), SV Elversberg, TSV Steinbach Haiger, FC Homburg/Saar, FC Astoria Walldorf, FSV Mainz 05 II, SSV Ulm 1846, Kickers Offenbach, TSG Hoffenheim II, Bayern Alzenau, Bahlinger SC, FSV Frankfurt, SC Freiburg II, VfR Aalen, FC Gießen, FK Pirmasens, TSG Balingen, Rot-Weiß Koblenz, VfB Stuttgart II, TSV Schott Mainz, Eintracht Stadtallendorf, Hessen Kassel.


Oberliga Südwest: 24 Vereine


Auch hier gilt - keine Absteiger, was vor allem den Sportfreunden Eisbachtal zugutekommt. Zwar stehen in der „Abschlusstabelle“ auch der FC Karbach, der TuS Mechtersheim und Hassia Bingen auf einen möglichen Abstiegsplatz, aber hier hätten alle drei Vertreter noch sportlich dreizehn Gelegenheiten gehabt das ganze sportlich zu korrigieren. Somit verbleiben auch in der Oberliga siebzehn Teams, die mit den beiden Spitzenreitern der unteren Ligen ergänzt werden.

Aus dem Rheinland rückt, mit dem FSV Salmrohr, sogar noch der Tabellendritte auf, da der Club mit dem Zweiten TSV Emmelshausen, punktgleich in der Tabelle bleibt.

Die Teams: 1.FC Kaiserslautern U21, SV Elversberg II, TuS Koblenz, Eintracht Trier, FV Dudenhofen, Wormatia Worms, SV Gonsenheim, FV Diefflen, TSG Pfeddersheim, FV Engers, Röchling Völklingen, Hertha Wiesbach, Arminia Ludwigshafen, FC Karbach, TuS Mechtersheim, Hassia Bingen, Sportfreunde Eisbachtal, SG Mülheim-Kärlich, TSV Emmelshausen, FSV Salmrohr, Alemannia Waldalgesheim, FC Speyer, FV Eppelborn, SC Halberg-Brebach.


Rheinlandliga: 18 Vereine


In einer Hinsicht bleibt hier alles beim Alten. An der Mannschaftstärke wird nicht gerüttelt. Die drei Aufsteiger werden durch die drei Top-Teams aus der Bezirksliga ergänzt. Natürlich bleibt auch diese Liga ohne Absteiger. Angesichts der spannenden Lage im Oberhaus des Verbandes, die letzten sechs Vereine trennten gerade einmal vier Punkte, auch nicht verwunderlich.

Bei den Aufsteigern sticht vor allem Germania Metternich hervor. Bereits jetzt betrug der Abstand zum Tabellenzweiten Oberwesel dreizehn Punkte. Im Westen (FC Bitburg) und im Osten dagegen war die Tabellensituation wesentlich enger. So betrug der Abstand der Westerwälder auf seinen Verfolger VfB Linz ganze zwei Punkte. Ein Rückstand der spätestens beim Saisonfinale, am letzten Spieltag hätte Montabaur an den Rhein reisen müssen, noch einmal in Frage gestellt worden wär.

Die Teams: BC Ahrweiler, SV Morbach, SG Mendig/Bell, SG Schneifel Stadtkyll, TuS Kirchberg, SG Malberg, SG Hochwald Zerf, TuS Mayen, SV Windhagen, FSV Trier-Tarforst, VfB Wissen, SV Mehring, SG Alfbachtal, SG Andernach, SG Altenkirchen, TuS Montabaur, Germania Metternich, FC Bitburg.


Bezirksliga Ost: 16 Vereine


Nach oben verabschiedet sich der TuS Montabaur nach unten der TuS Gückingen. Letztere standen mit nur drei Pluspunkten am Tabellenende und verzichteten auf ein weiteres Bezirksligajahr. Genauso wie auch die SG Hertha Nievern/Arzbach. Die Spielgemeinschaft verzichtete als Tabellendreizehner, auf die Bezirksliga und wird in der A-Klasse starten. Neu in der Liga sind die drei A-Klassenspitzenreiter TuS Niederahr (Wied), SG Alpenrod (Sieg) und die SG Reitzenhain (Lahn). Während Alpenrod (9 Punkte) und Niederahr (3) klar führten standen im Rhein-Lahn Kreis Reitzenhain und die SG Miehlen punktgleich an der Tabellenspitze. Miehlen aber verzichtete auf sein Aufstiegsrecht und verbleibt in der A-Klasse Rhein/Lahn. Neu ist auch in der kommenden Saison, dass der SV Hundsangen alleine auf Punktjagd geht. Nach 31 Jahren lösen der SV Hundsangen und der SV Obererbach ihre Spielgemeinschaft auf.

Die Teams: VfB Linz, SG Ellingen/Bonefeld/Wilroth, TuS Weitefeld, SG Nistertal Müschenbach, TuS Westerburg, TuS Ahrbach, SpVgg Wirges, SG Niederroßbach, FV Renneord, Sportfreunde Wallmenroth, Kosova Montabaur, Hertha Nievern, TuS Burgschwalbach, SV Hundsangen. TuS Niederahr, SG Alpenrod, SG Reitzenhain.


Bezirksliga Mitte: 18 Vereine


Germania Metternich, der Dauervize, ist endlich oben. Ansonsten ändert sich an der Zusammensetzung der Liga nicht viel. Einzig die drei Aufsteiger aus Höhr-Grenzhausen, Masburg und Oberzissen füllen das Feld auf und sorgen in dieser Spielzeit für eine Staffelstärke von 18 Teams.

Eine Besonderheit hat die Liga aber trotzdem zu bieten, denn ab und an werden nun einige Rheinlandligisten auch Meisterschaftsspiele im Verbandsgebiet der FV Südwest bestreiten müssen. Vesalia Oberwesel und der Südwestligist Spvgg Viertäler haben sich zu einer SG zusammengeschlossen und gehen zumindest für die kommenden Jahre gemeinsame Wege.

Die Teams: SG Vierstädter Oberwesel, FV Rheingold Rübenach, TuS Oberwinter, TuS Immendorf, SV Gering, SpVgg Cochem, Ata Urmitz, SG Argenthal, SG Moselkern, TuS Rheinböllen, SG Müllenbach, Cosmos Koblenz, SG Mülheim-Kärlich II, SV Hausbay-Pfalzfeld, FC Alemannia Plaidt, Sportfreunde Höhr-Grenzhausen, SV Masburg, SV Oberzissen.

TH

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Kommentare

Sinziger Kirmes findet nicht statt

egal :
Es war doch klar das man es absagen wird alles nur heisse Luft der Veranstalter. Wahrscheinlich wurde er unter Druck gesetzt mit Verlust seiner Stellung.
Peter Rein:
Nicht nachvollziehbar, wo gibt es Entscheider mit Rückgrat. Wir müssen damit leben, das Corona da ist und nicht mehr verschwindet. Wie tausende Viren etc. Dann bleiben wir demnächst nur noch eingesperrt und verlieren noch Hunderte von Arbeitsplätzen. Wer das verantwortet der gehört bestraft.
Gabriele Friedrich:
Also hatten die Täter wieder einmal leichten Zutritt zu einem Firmengelände. Langsam müssten doch die Leute klüger werden.Warum haben sie keine Sicherheitsvorkehrungen? Man kann in Deutschland alles machen, ohne Konsequenzen. In der Nacht sind alle Katzen grau-also hat sicher auch keiner was gesehen.
juergen mueller:
Mein letzter Besuch auf der "MS Wissenschaft" war interessant, aufschlußreich u.ist jedem zu empfehlen.Das war`s dann aber auch schon,bedenkt man,welche Anforderungen,Mühe und Kosten es erfordert,etwas wieder zu reparieren,dass uns Dank der Politik u.Wirtschaft dorthin geführt hat,wo wir uns alle heute befinden. WIR präsentieren hier für alle Bürger*innen ein Stück ZUKUNFT. Mit WIR meint sich die POLITIK mal wieder selbst u.WAS sie uns für die ZUKUNFT präsentiert,ist mehr als bescheiden u.beschämend. Da stellt sich jemand hin,verkörpert dieses ewig präsente,unglaubhafte politische ICH-Gefühl u.glaubt auch noch selbst an das,was er,betreffend unsere ZUKUNFT,sagt. Zu wünschen wäre,dass diejenigen,die von ZUKUNFT reden,diese auch am eigenen Leibe noch mitbekommen u.nicht nur die nächste Generation. Aber was interessiert die Politik schon ihr Geschwätz von gestern.
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