HSG Sinzig/Remagen/Ahrweiler

Erfahrung schlägt Jugend

19.09.2022 - 16:47

Remagen.Ein typisches erstes Saisonspiel sahen die zahlreichen Zuschauer zum Saisonauftakt in der Handball Verbandsliga. Beiden Teams stand nur jeweils ein Auswechselspieler zur Verfügung und sie traten ersatzgeschwächt an. Die junge Bad Emser Mannschaft, die überwiegend aus Spielern der A-Jugend bestand, zeigte über die ganze Spieldauer, welch gute Jugendarbeit beim TV Bad Ems gemacht wird. Die mit sehr vielen erfahrenen Akteuren gespickte Mannschaft von der Ahr musste bis zum Schluss alles reinhängen, um die Punkte zu Hause zu behalten.

Bad Ems begann vorne mit viel Druck und guter Pass- und Laufgeschwindigkeit und ging schnell 4:0 in Führung. Immer wieder waren es dynamische 1-1 Aktionen, die den Abwehrverband vor erhebliche Probleme stellte und die oft gut weitergespielt wurden. Meistens waren es dann freie Würfe, die die jungen Bad Emser immer wieder nutzten. Die Beine der HSG-Abwehr waren da einfach zu langsam und konnten die Lücken nicht mehr schließen. Im Angriffsspiel stockt der alternde Motor der HSG noch und muss erst noch auf Touren kommen. Zahlreiche für ein erstes Saisonspiel typische technische Fehler und Fehlwürfe führten zu keinem guten und flüssigen Angriffsspiel. Sicher ist das auch der Umstellung auf einigen Positionen geschuldet. Hier mangelt es einfach auch noch an Spielpraxis.

Phasenweise blitze aber dann das spielerische Können auf, wenn der Ball mit höherer Geschwindigkeit und Druck durch die Reihen lief. Der Spielverlauf war circa bis zur 45. Spielminute der gleiche: Bad Ems legte vor und konnte mehrere Tore in Führung gehen, aber die HSG ließ nicht locker und ließ den KO-Schlag nicht zu. Eine Umstellung in der Abwehr brachte dann den Erfolg. Trainer Daniel Enke stellte den Rückraum links in Sonderbewachung. Fast alle Spielangriffe startete der junge Rückraumakteur und riss Lücken in die Abwehr und setzte seine Mitspieler geschickt ein.

Die Umstellung brachte Unruhe in das Angriffsspiel und nahm den Angriffsdruck. Die noch unerfahrene Mannschaft von der Lahn fand hier zu wenig gute Lösungen und die HSG bestrafte das mit ein paar schnellen Kontern. Das Spiel kippte und beim 25:25 in der 52. Spielminute erzielte Johannes Vorst den ersten Ausgleich. Nun war es ein Spiel auf Augenhöhe und die HSG spielte nun ihre Erfahrung aus. Eine Zeitstrafe für Bad Ems entschied am Ende das Spiel und die HSG erzielte 4 Treffer in Folge ohne Gegentreffer. Ein insgesamt glücklicher, am Ende aber nicht unverdienter Sieg.

„Ich war von der Spielstärke der jungen Gäste überrascht! Wenn die ein paar Jahre älter und mehr Spielerfahrung gehabt hätten, wären wir heute die Verlierer gewesen. Vor allem müssen wir unsere Fehlwürfe minimieren und technischen Fehler abstellen. Das waren viel zu viele. Unsere anderen Baustellen wurden uns heute aufgezeigt und wir versuchen, daran zu arbeiten. Wichtig war es erstmal gut in die Saison zu starten“, so ein erleichterter Trainer. Nächste Aufgabe: am Sonntag, 25. September um 15 Uhr in Koblenz gegen die HC Koblenz II.

Aufstellung: Fleischer, Krupp, Nikolay (alle Tor), Vorst (8), Kobusch (8/3), Enke (6), Rolser (5), Kleiner (1), Weingärtner (1), Schnur (1)

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juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
K. Schmidt:
Ja, diese Verlängerung ist notwendig und sinnvoll. Dass sich diverse politische Köpfe des Ahrtals darüber erfreut äußern, nachvollziehbar. In all der Euphorie muss man sich aber noch mal genau anschauen, was da eigentlich verlängert wurde: Es geht hier nur um eine praktisch seitens des Bundes beliebig...
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