Ringen: WKG Metternich/Rübenach/Boden

Rheinland-Pfalzliga im Ringen gestartet

Spannende Kämpfe zwischen der WKG Ludwigshafen und der neu formierten Riege der WKG Metternich-Rübenach-Boden reißen Zuschauer in den Bann

26.08.2022 - 11:49

Boden. In der Ahrbachhalle fand nach drei Jahren Pause wieder das erste Mattenduell zwischen den Gästen aus Ludwigshafen und der Kampfgemeinschaft von Westerwälder und Koblenzer Athleten statt. Den weit mehr als 120 Zuschauer war schon vor der ersten Paarung die Freude über den Neustart ins Gesicht geschrieben.

Marc Wilhelmy eröffnete als Leichtgewichtsneuling im freien Stil den Abend in der Klasse bis 57kg. Nach einem ausgeglichenen Kampf beinahe über die ganze Länge von sechs Minuten schaffte der DM-Teilnehmer von`21 u.`22 gegen Karim Faizi unter lautstarkem Jubel den ersten Schultersieg für die Hausherren. Florian Hanz musste sich im Schwergewicht bis 130kg seinem Gegner Ayub Gantemirov, sowohl wegen deutlichem Gewichtsnachteil als auch exzellenter Technik, geschlagen geben. Sich trotzdem für die Mannschaft einzusetzen und eine mögliche Unterlegenheit in Kauf zu nehmen ist löblich und hervorzuheben. Die vier Punkte gingen aufs Konto der Gäste aus der Pfalz. Simon Dieterle war der dritte Mann auf der Matte. Die Klasse 61kg besetzt der 18-jährige, neue Jugendtrainer im Team, in seiner dritten Saison. Im bevorzugten griechisch-römischen Stil versuchte er, seinen noch jüngeren Kontrahenten Edgar Richter zu dominieren. Dieser jedoch wusste sich sehr gut zu verteidigen und musste sich dann doch, erst mit dem Schlussgong, durch eine hohe vier Punkte Wurfwertung für Simon geschlagen geben. Dieser Punktsieg brachte die WKG Me-Rü-Bo wieder in Führung. Den Vorsprung noch weiter ausbauen, zum Halbzeitergebnis von 9:4, konnte der WKG Routinier und Dominic Zeigermann. Nach kurzer Kampfzeit konnte der Freistilringer die Gewichtsklasse von 98kg mit einem weiteren Schultersieg über Kaan Alabas für sich entscheiden. Durch seine Souveränität löst er besonders bei den jüngeren Kameraden enormes Selbstvertrauen aus. Nach einer Stärkung fürs Publikum konnte es mit den Kämpfen weiter gehen.

Asadullah Najibullah lieferte sich mit seinem Gegner Leon Streibl den von ihm gewohnt spektakulären Fight. Der drahtige 66er konnte seine Schnelligkeit mehrmals ausspielen. Beide Ringer zeigten wechselnd ihre freistil-typischen Paradeaktionen den Beinangriff, wobei Asad fast immer die Oberhand behielt. Durch besonnene Kampfführung konnte der gereifte Ringer aus Afghanistan sogar noch den Schultersieg zum 13:4 in der Mannschaftswertung erringen. Seinen ersten Mannschaftskampf leistete Tim Kisner gegen Abdurrahman Elibol ab. Im Greco 86kg hielt der 16 Jährige stilistisch und körperlich sehr gut mit. Bei Punktgleichstand ging leider nach 5:41 Minuten der Kampf verloren. Nur eine Sekunde mit beiden Schultern auf der Matte hatte genügt. Ein Raunen ging durch die Reihen, ob dieser sehr schnellen, konsequenten Entscheidung des Kampfleiters. Ein besonderes Lob für seinen Trainingsfleiß und die dadurch resultierende Entwicklung hatte er sich dennoch verdient. Für diese Position im Team ist Tim künftig sicher weit mehr als eine Option.

Pascal Martini war gegen Malik Nurmatov bis zum letzten Muskel gefordert und ging über die volle Distanz. In nur wenigen Aktionen konnte er aber in einem typischen griechisch-römisch geführten 75kg Duell die Oberhand behalten. Nach zähem Gegenhalten ging der Kampf aufgrund der Punktedifferenz verloren. Ludwigshafen kam durch diese zwei Mannschaftszähler wieder bedrohlich nahe heran. Im Finale des Heimkampfabends konnte Marlon Schäfer leider nicht mehr verhindern, dass Enver Gantemirov der Bruder des Ludwigshafener Schwergewichtlers für seine Riege den Sieg einfuhr. Ebenfalls durch einen Körpergrößennachteil, die stilfremde Aufgabe und der Spitzenklasse des mehrmaligen RH/PF Meisters musste Marlon den Kampf im 80kg Freistil zügig abgeben. Die Einzelpartien und das knappe Endergebnis zeigt, dass die WKG Metternich/Rübenach/Boden gerüstet ist gegen die Konkurrenz in der Liga zu bestehen. Es wird sicherlich Spaß machen den weiteren Verlauf der Runde zu beobachten und man kann davon ausgehen, dass einiges an Zählbarem im positiven Sinn erreicht wird.


Vorschau


Den nächsten Heimkampf bestreitet die WKG am 24. September Dann wird seit mehr als 20 Jahren wieder einmal eine Matte zu einem Mannschaftsvergleich in Koblenz-Rübennach aufgebaut. Der Gegner in der TVR-Halle ist der AV 03 Speyer. Parallel fällt die Veranstaltung auch auf das Kirmeswochenende. Ein weiterer Grund für einen Besuch der Gemeinde zwischen Lava und Landwirtschaft. Die Fans in Boden müssen sich bis zum 29.10.2022 geduldig zeigen, bis die Reserve des VFK 07 Schifferstadt zu Gast ist. M.D.

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Kommentare
juergen mueller:
Ein Bruch der Tarifverträge ist noch gelinde ausgedrückt. Wer es soweit kommen lässt, dass die Beschäftigten für etwas büßen sollen, was sie nicht im geringsten verschuldet haben, der sollte sich allen ernstes fragen, wie es möglich ist, dass es überhaupt soweit kommen konnte, obgleich man sowohl in...
juergen mueller:
Kurzfristig bekanntgewordene Liquiditätsprobleme? Das Wort kurzfristig muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Die Stadt Koblenz u. der Landkreis Mayen-Koblenz sind mit jeweils 25% beteiligt. Man schaue sich einmal die BETEILIGUNGSBERICHTE der STADT KOBLENZ der vergangenen Jahre an. Das...
juergen mueller:
Wirtschaftliche Perspektive? Wenn ein Unternehmen, wie das GKM, kontinuierlich Liquiditätsprobleme hat, dann geht man zuerst an diejenigen, die dafür am wenigsten können? Herr Langner ist Vorsitzender der Gesellschafterversammlung u. sitzt im Aufsichtsrat. Wenn im Januar oder Februar wieder diese...
K. Schmidt:
Ja, diese Verlängerung ist notwendig und sinnvoll. Dass sich diverse politische Köpfe des Ahrtals darüber erfreut äußern, nachvollziehbar. In all der Euphorie muss man sich aber noch mal genau anschauen, was da eigentlich verlängert wurde: Es geht hier nur um eine praktisch seitens des Bundes beliebig...
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