Breites Bündnis von Organisationen stellt beim LSB in Mainz Positionspapier vor

Schwimmen als Kulturgut erhalten

Schwimmen als Kulturgut erhalten

(v.l.): Dr. Ulrich Becker (LSB-Vizepräsident Bildung), Jochen Borchert (komm. LSB-Präsident) und Prof. Lutz Thieme (Sportwissenschaftler Hochschule Koblenz). Foto: LSB)

14.09.2020 - 11:48

Der kommissarische LSB-Präsident Jochen Borchert sprach von einer PK, „die das ganze Land, die die ganzen Protagonisten des Schwimmsports herbeigesehnt haben“. Analog vor Ort, aber auch virtuell lauschten neben zahlreichen Journalisten auch Vertreter von Vereinen oder Verbänden den Aussagen der Experten. Laut Dr. Ulrich Becker, beim LSB Vizepräsident Bildung und kommissarischer Vizepräsident Sportentwicklung, ist Schwimmen zwar auf der einen Seite „eine ganz normale Sportart wie Turnen oder Leichtathletik. Aber wir sind der Meinung, es ist noch mehr“, so der Leiter des Heinrich-Heine-Gymnasiums (HHG) in Kaiserslautern. „Wir wollen gucken, wie wir Schwimmen in RLP positiv weiterentwickeln können.“ Der frühere Leistungsschwimmer und ehemalige LSB-Präsident Prof. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz habe den Stein damals ins Rollen gebracht. „Wir wollen hoffen, dass sich nun nach und nach eine Lawine zeigt“, sagte Becker. Nicht im Sinne der Zerstörung, sondern im positiven Sinne. Es müsse sich in breiten Bevölkerungsschichten die Erkenntnis durchsetzen, dass das Alltagsschwimmen ein kulturelles Gut ist, das jeder – ob Jung oder Alt – auch nutzen sollte.“ Egal ob im Rahmen eines Kinderschwimmkurses, einer Reha-Maßnahme oder schlicht der puren Lebensfreude wegen. Erfreulich sei, dass eine enorm große Bürgerbewegung hinter diesem Ansinnen stehe – nicht allein der Sport. „Wir werden in die Landtagsfraktionen gehen, die sportpolitischen Sprecher ansprechen“, kündigte Becker an. „Wasserflächen sind teuer und immer, wenn es ums Schwimmenlernen geht, ist auch das Bildungsministerium mit im Boot.“ Also nicht nur das Ministerium des Innern und für Sport. Schwimmen in RLP zu erhalten, sei „ein Dauerthema, dass endlich gelöst werden muss“. Der LSB-Vizepräsident wörtlich: „Zwischen den sportlichen und gesellschaftlichen Protagonisten herrscht eine große Einigkeit – mehr können wir zurzeit nicht machen.“

„Ungewöhnlich, dass sich so viele Organisationen zusammengetan haben“, urteilte Prof. Lutz Thieme, der die Kernaussagen des Positionspapiers skizzierte. „Alle sprechen miteinander.“ Wobei diese Sprache nicht laut sei. Auch wenn man nicht vom Bädersterben rede, so handele es sich „nichtsdestotrotz um ein gewichtiges Papier“, in dem man differenziere zwischen den Themen „Schwimmenlernen“, „Schwimmen ausüben“ und „Bedarfsgerechte Schwimmsportstätten“. Das Positionspapier mache diverse Vorschläge, wie das Schwimmen in RLP als Kulturgut erhalten kann – und sei auch ein politisches Papier. „Da ist die Expertise ganz vieler toller Menschen eingeflossen, die sich seit Jahren für Schwimmen in diesem Bundesland engagieren.“

Zwar habe sich der Landtag bereits vor knapp vier Jahren zur Förderung des Schwimmens bekannt, allerdings seien die beschlossenen Maßnahmen wenn überhaupt nur regional, nicht aber landesweit umgesetzt worden, so Thiemes Kritik. „Diese Maßnahmen hatten längst nicht die Wirkungen, die man sich erhofft hatte.“ Die Zeit sei nun überfällig für Maßnahmen, die dazu dienen, das Schwimmen in RLP nicht nur strukturell, sondern auch finanziell als Kulturgut zu erhalten. „Wir müssen dazu auch Wege suchen, wie wir den Kindern und Jugendlichen in Corona-Zeiten den Weg zum Schwimmen bahnen können“, so 53 Jahre alte Sportwissenschaftler. Um dies zu schaffen vor dem Hintergrund, dass Schwimmen eine freiwillige Aufgabe der Kommunen sei, dazu bedürfe es Bädern und Menschen. „Wir brauchen auf der einen Seite Menschen, auf der anderen Seite brauchen wir Infrastruktur“, machte Thieme deutlich. „Bei Finanzknappheit stehen die freiwilligen Aufgaben als erstes auf dem Prüfstand. Wir sind der Überzeugung, dass Bäder nicht nur in der Kommune verankert sein sollten, sondern dass sie auch einen überregionalen Auftrag haben.“ Wie man dies alles in Fördermechanismen, aber auch in Planungsmechanismen überführe, habe man im Positionspapier festgezurrt. „Das Ganze mündet in einen Zeitplan“, resümierte Thieme. „Bis Mitte 2022 habe wir einige ganz konkrete Umsetzungsmaßnahmen im Papier drin, von denen wir glauben, dass sie geprüft werden und Eingang finden sollten in einen Masterplan ´Schwimmen in RLP´“. Ab Mitte 2022 müsse eine erhöhte Förderung für Schwimmsportstätten in ein Gesetz gepackt werden – ins „Gut-Schwimmen-in-Rheinland-Pfalz-Gesetz“.

Zur Situation der der Sportstätten und der Finanzierung von Sanierungen meldete sich Martin Weinitschke, Geschäftsführer des Sportbundes Rheinland, zu Wort. Immer wieder werde im Bereich der Sportstätten von Kommunen „keinerlei Vorsorge für die Zukunft getroffen“. Weinitschke: „Es wird gewartet und in dem Moment, wo Sanierungsbedarf entsteht, ist kein Geld da – obwohl diese Situation vorhersehbar gewesen wäre“. Lutz Thieme liege komplett richtig mit seiner Einschätzung, „dass wir durch dieses Warten unsere Substanz verzehren“ und auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann habe recht mit seiner Kritik, „dass wir hier auf Verschließ fahren“.

Ralf Bogler, Präsident des DLRG-Landesverbandes Rheinland-Pfalz, betonte, man befasse sich seit vielen Jahren intensiv mit der Problematik „Schwimmen in RLP“. Man habe die klare Hoffnung, künftig „mehr Wasserfläche und mehr Schwimmfläche zur Verfügung zu haben“. Die Fähigkeit zu schwimmen stelle „eine elementare Kulturtechnik dar – unter anderem in Sachen Selbstschutz und Teilhabemöglichkeit. Positiv sei, dass man 2019 im Vergleich zu 2018 deutlich mehr Jugendschwimmabzeichen habe abnehmen können. Hier gebühre Sportminister Roger Lewentz ein Dankeschön für seine Unterstützung bei der Aktion Schwimmoffensive.

Pressemitteilung

Landessportbund Rheinland-Pfalz

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Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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