Widrige Bedingungen beim RCN-Auftakt

Teilnehmer litten unter Regen und Kälte in der Eifel

20.04.2021 - 11:21

Nürburgring. Die neue Saison der Rundstrecken-Challenge Nürburgring startete, wie die alte geendet hatte. Der amtierende RCN-Meister Dr. Dr. Stein Tveten (Bad Honnef, BMW 325i) setzte sich nach seinem Klassensieg in der V4, die wieder einmal die größte im Feld war, sofort an die Spitze der RCN-Meisterschaftstabelle 2021. Tveten: „Ein optimales Wochenende. Ich bin viel gefahren und habe einen wichtigen ersten Sieg geholt. Die Bedingungen waren schwierig, aber ich habe mich relativ schnell darauf eingestellt.“


Die Witterungsverhältnisse in der Eifel waren an diesem Tag für die knapp 140 Starter beim „Preis der Erftquelle“ sicherlich nicht einfach. Bei kühlen Temperaturen regnete es den ganzen Tag. RCN Serienmanager Willi Hillebrand: „Die Bedingungen waren extrem schlecht. Aber am Ende waren wir froh, dass wir die Veranstaltung durchführen konnten.“

Platz zwei in der RCN-Tabelle belegt aktuell der Schweizer Dario Stanco (Seat Leon Supercopa), der in der Klasse RS3A erfolgreich war. Auf Platz drei folgt der Sieger in der H3, der Däne Mikkel Mac (Renault Clio). Platz vier nehmen Andreas Ecker/Tassilo Zumpe (Neufahrn/Ebersdorf, BMW 330i) ein, die in der Klasse VT2 triumphierten. Zumpe: „Ich war mit dem Auto noch nicht zufrieden. Aber das Ergebnis ist trotzdem sehr zufriedenstellend.“

Uwe Diekert (Marl, Opel Astra) war in der Klasse F2 erfolgreich und findet sich auf Rang fünf in der Tabelle wieder, vor dem Duo Lars Harbeck/Sven Markert (beide Berlin, BMW 325i), die in der Klasse H4 siegreich waren. Jacek Pydys/Oskar Sandberg (Bergisch Gladbach/Adenau, Porsche Cayman S) gewannen die Klasse V6. Sandberg: „Die Fahrer, die bei diesen Bedingungen allein unterwegs waren, hatten einen Vorteil. Sie wussten während der gesamten Veranstaltung, wie die Streckenbedingungen waren. Dagegen hat der zweite Fahrer nach dem Wechsel ein bis zwei Runden gebraucht, um sich auf die Verhältnisse einzustellen.“

Die erste RCN-Leistungsprüfung der Saison 2021 wurde erneut in zwei separaten Läufen ausgetragen. Bei regennasser Fahrbahn waren die Ergebnisse zum Teil überraschend. Denn am diesem Tag war die Motorleistung nicht so entscheidend. In Lauf 1 waren die Fahrzeuge der Klasse V4 dominierend. Hier siegte der schnelle BMW-Pilot Tveten vor seinem Klassenkonkurrenten Jürgen Roth (Idar-Oberstein, BMW 325i). Roth: „Der Abstand betrug am Ende nur 13 Sekunden. Der Kampf hat Spaß gemacht. Ich hoffe darauf, dass es beim nächsten Mal für mich positiver ausgeht.“

Der Pole Jakub Glasse (BMW 325i), ebenfalls Starter in der V4, wurde Dritter: „Wir sind zum ersten Mal bei Regen auf der Nordschleife gefahren, dafür hat es gut geklappt.“ Die V6-Sieger Pydys/Sandberg landeten auf dem vierten Rang vor Bartosz Palusko (Polen, BMW 325i) und Marc Lutz Rühl/Christian Büllesbach (Porsche Cayman). Horst Baumann/Helmut Baumann (Bonn/Alfter, Porsche Cayman) siegten als Siebte in der Klasse V5. Helmut Baumann: „Die Streckenbedingungen waren nicht einfach, aber es hat Spaß gemacht und wir haben unseren ersten Klassensieg in dieser Saison geholt.“

In Lauf zwei lag am Ende Daniel Grütter (Weil der Stadt, Porsche Cayman GT4 CS) vorn. Stanco und Tveten (Porsche 911 GT3 Cup), der an diesem Tag zweimal an den Start ging, lagen knapp dahinter. Der Däne Mac fuhr als Vierter über die Ziellinie vor Kevin Totz/Cedric Totz (Brakel/Höxter, Honda Civic Type R), die in der Klasse H3 auf Rang zwei fuhren. Kevin Totz: „Wir haben den Civic aus dem Ruhestand aktiviert. Und das Auto hat auf Anhieb funktioniert. Leider hatten wir in der zweiten Hälfte etwas Pech, als mein Partner durch eine Doppel-Gelb-Phase und eine Code-60-Zone wertvolle Zeit verloren hat.“

Volker Garn (Guderhandviertel, VW Golf 7 TCR) belegte als Zweiter in der Klasse RS3A Rang sechs: „Es war schwierig bei diesen Bedingungen einen guten Rhythmus zu finden. Nachdem dies funktioniert hat, ging es deutlich besser.“ Siebte wurden Harbeck/Markert aus der Klasse H4.

Bei den nassen Bedingungen zählte bei dieser Veranstaltung die fahrerische Leistung mehr als bei trockenen Umständen. Hervor zu heben sind die Vorstellungen der Sieger aus den Klassen V2 und V3: Jan Heiler/Nicole Bauer (beide St. Leon-Rot, BMW 318iS) und Reinhard Jannik/Volker Bruning (Oberhonnefeld/ Odenthal, Opel Astra).

An diesem Tag hatten aber auch einige Teams Pech und blieben ohne gutes Resultat. Die Routiniers Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln, Opel Astra) aus der Klasse H3 hatten zunächst Probleme mit dem Zeittransponder und anschließend mit der Vorderachse ihres Opels. Winfried Assmann (Golssen, Porsche 991 GT3 Cup) fand keinen Grip und war froh ins Ziel gekommen zu sein. Ralf Kraus/Volker Strycek (Köln/Dehrn, Opel Astra TCR) kämpften gegen beschlagene Scheiben und fielen durch eine fehlerhafte Bestätigungsrunde weiter zurück. Stephen Topham (Stemwede, Opel Astra TCR) fand sein Auto unfahrbar und hörte vorzeitig auf.

Der erste Sieger bei den RCN Light hieß Michael Vogeltanz (Weinstadt, Renault Clio). Auf den weiteren Plätzen folgten Andrea Heim (Gronau, Renault Clio) und Titelverteidiger Henning Hausmeier (Rheine, BMW M3). Entsprechend sieht auch der Tabellenstand nach Lauf eins aus.

Unterstützt wird die Rundstrecken-Challenge Nürburgring 2021 von den Partnern ADAC, Hankook, Ravenol und H&R sowie weiteren Förderern.

Pressemitteilung

RCN Media

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Klar, den Kindern die Natur beibringen und wie Papier hergestellt wird, das der Regenwald schon abgegrast ist und man achtsam sein muss... und dann bunten Krempel und *bling*bling* aus China kaufen. Oder Fischstäbchen mit wenig Fisch und viel Panade in viel Verpackung. Hauptsache bunt... hört mir doch...
juergen mueller:
Da haben wir es wieder. Andere, wie hier Kinder, inspirieren zu wollen, mit einem tatsächlich wertvollen Material wie Papier sorgsam umzugehen, ihnen näherzubringen, woraus es eigentlich hergestellt wird u. sich selbst dessen ausgiebig u. verschwenderisch zu bedienen, weil man es für ein Festhalten...

„Gedanken...“

Gabriele Friedrich:
Ich kann da auch nichts mit anfangen, schon recht nicht wenn "Gott" genannt ist. Seelsorge -das ist ein Begriff, der die Tatsachen ausblendet, das der Mensch körperliche Leiden hat, existenzielle Sorgen, Probleme mit anderen oder eben einfach nur Hilfe sucht. Der Alltag sieht so aus, das man relativ...
juergen mueller:
Ich persönlich verzichte gerne auf solche Hilfe und das aus einem bestimmten Grund. Jeder, der das liest, sollte sich darüber im Klaren sein, dass das alles mit Realität nichts zu tun hat. Unter Seelsorge stelle ich mir etwas anderes vor - greifbar, der Realität entsprechend, kein Gelaber von etwas,...
Gabriele Friedrich:
[ Zitat ] „Die Stärke der SPD war es schon immer, zuzuhören und nah bei den Menschen zu sein“ [ Zitat Ende ] Das muss aber mindestens über 50 Jahre her sein,, wenn nicht länger....
juergen mueller:
Klar ist hier garnichts. In Kontakt mit den Bürger*innen zu treten, zuzuhören, nah bei den Menschen zu sein ist keine Stärke der SPD u. war es nie. Selbstlob stinkt nun einmal. 3 Kriterien, die jeder Politiker für sich ins Feld führt, weil sie einfach zum politischen Leben dazugehören, für ihn persönlich...
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